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Di 26.06.2001

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Wimbledon: Haas
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Wimbledon: Haas raus, Kiefer weiter
Seit ´99 kein Grand-Slam-Sieg: Hingis-Ära vor dem Ende?

Aus in Wimbledon: Ära von Martina Hingis neigt sich dem Ende zu

Lange Pause für Körper und Geist

London - Da war wieder dieses breite Lächeln. Martina Hingis bemühte sich um Fassung, was blieb ihr sonst noch? Die mächtige weiße Zahnreihe blitzte in die Menge - doch der Biss ist weg. Aus in 65 Minuten. "Es ist vorbei für mich", sagte die topgesetzte Schweizerin nach der blamablen 4:6, 2:6-Niederlage im Auftaktmatch gegen die weithin unbekannte Spanierin Virginia Ruano Pascual, Nummer 83 der Tenniswelt. Hingis meinte die All England Championships in Wimbledon, doch dies trifft auf ihre Regentschaft im Damentennis zu - es ist vorbei.

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Am Boden zerstört: Die Misserfolgsserie von Martina Hingis bei Grand-Slam-Turnieren hält weiter an.

Auch nach den zwei Wochen an der Church Road wird Martina Hingis das Computer-Ranking der WTA anführen. Lohn der vielen Spiele im letzten Jahr und Resultat des Zählsystems bei den Damen. Seit den Australian Open 1999 aber hat die erst 20-Jährige kein Grand-Slam-Turnier mehr gewonnen. "Sie kann vielleicht zwei der anderen, härter schlagenden Topspielerinnen besiegen", sagt Martina Navratilova, "für die dritte in Folge reicht dann die Kraft nicht mehr. Es ist jetzt viel mehr Ausgeglichenheit im Damentennis. Sie muss ihr Spiel umstellen."

Bisher 16 Millionen Dollar eingespielt

Die gebürtige Slowakin spielt seit Oktober 1994 auf der Tour professionelles Tennis. Sie hat 38 Turniere gewonnen und ein Preisgeld von rund 16 Millionen Dollar - nicht zu reden von den unzählbaren Werbemillionen. Sie hat in der Zeit diverse "Ausbruchversuche" unternommen wie jeder Teenager, der gegen die Eltern rebelliert. Sie ist trotz Verbotes geritten und vom Pferd gefallen, sie liebt schnelle Autos und sie verliebt sich gerne. Sie hat sich von der Mutter-Trainerin Melanie Molitor getrennt und ist reumütig wieder zurückgekehrt.

Unrühmlicher Eintrag in der Statistik

Zehn Grand-Slams sind nun gespielt, seit Martina Hingis im Finale von Roland Garros 1999 in Paris an Steffi Graf und ihren Nerven scheiterte. Dem mentalen Zusammenbruch bei den French Open folgte das Erstrunden-Aus in Wimbledon als Topgesetzte gegen die damals noch unbekannte Jelena Dokic. Jetzt verabschiedet sie sich erneut als Nummer eins der Setzliste auf dem gleichen Court one und sicherte sich damit einen Platz im 422 Seiten dicken Statistik-Werk des All England Clubs: Noch nie schaffte eine Spielerin zweimal dieses "Kunststück".

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Zuletzt geändert am 26. Juni 2001 15:50 von sab

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