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Der Tretroller ist den Kinderschuhen entwachsen

Boom auf dem Brett

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Um die Wette flitzen - vor allem sportbegeisterte Jugendliche und Erwachsene haben dem einstigen Kinderroller zu einer Wiedergeburt verholfen.

Als im vergangenen Jahr erstmals auch Erwachsene mit dem Tretroller über die Bürgersteige fegten, wurden sie oft mit Skepsis betrachtet. Heute gehören die kleinen Flitzer zum Straßenbild der Städte. "Selbst Banker mit Schlips und Kragen rollern von einem Termin zum nächsten", weiß Wim Jan Ouboter, Erfinder des Micro Scooters aus Küsnacht in der Schweiz. Längst ist die zweite Generation der Kickboards und Scooter den Kinderschuhen entwachsen.

Auch viele Hersteller haben die "Kinderkrankheiten" der ersten Rollergeneration überwunden und ihre Geräte mit einem breiteren Trittbrett und einer höheren Lenkstange ausgerüstet. "Damit sind auch hoch gewachsene Menschen nun in der Lage, sicher Roller zu fahren", erklärt Alexander Laube, Sprecher der Kickboard-Firma K2 in Penzberg (Bayern).

Der schnelle Siegeszug der Cityroller mag verwundern, ist doch das Prinzip altbekannt. Doch mit dem nostalgischen Tretroller aus Kindertagen haben seine High-Tech-Nachfahren kaum mehr etwas gemein. Dreirädrige Kickboards und der Scooter auf zwei Rädern sind heute kein "Kinderkram" mehr, sondern eine wirkliche Alternative in Sachen Mobilität. Die Verkaufszahlen sprechen für sich: Während die Schweizer Firma Micro Mobility Systems im vergangenen Jahr rund eine Million ihrer zweirädrigen Fahrzeuge ins Rennen schickte, rollte die deutsche Variante von K2 während des gleichen Zeitraums etwa 250 000 Mal vom Band und ab auf die Straße.

Mit Tretroller ist man schneller als zu Fuß

Alexander Laube hat eine einfache Erklärung für den plötzlichen Erfolg des wiedergeborenen Tretrollers: "Als kleinstmögliches Fortbewegungsmittel kann man ihn überallhin mitnehmen." Und schneller als zu Fuß ist man auf dem Trittbrett allemal. Mit der fünf- bis siebenfachen Geschwindigkeit kommt der Rollerfahrer voran, auch wenn er offiziell als Fußgänger gilt und somit weder Radweg noch Fahrbahn benutzen darf. Laut Aussage des ADAC in München gelten Roller ebenso wie Inline-Skates als "besondere Fortbewegungsmittel" und gehören auf den Gehweg.

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Eine Rolle weniger - mit dem zweirädrigen "Cruiser" bringt auch K2 im Sommer einen so genannten Scooter auf den Markt.

Was allerdings verkehrsrechtlich geschieht, wenn die ersten motorbetriebenen Roller die Straßen erobern, steht noch in den Sternen. Zwar existieren bereits einige Varianten mit elektrischem Antrieb, doch "noch sind diese Modelle zu schwer, um sich als praktisches und mobiles Fortbewegungsmittel durchzusetzen", erklärt Ouboter. Der Entwickler der Micro-Roller weiß, wovon er spricht, hat er doch vor knapp zwei Jahren mit seinem nur 2,7 Kilogramm schweren Micro-Scooter den nach eigenen Angaben "wohl kleinsten und leichtesten Aluminium-Tretroller" auf den Markt gebracht.

Sicher für den Verkehr

Auch in der Verkehrssicherheit gibt es Fortschritte: Auf Wunsch ist der Micro-Scooter seit neuestem mit Rücklicht zu haben, und auch leuchtende Rollen hat der Hersteller im Programm. Zusätzlichen Schutz können Helm, Knie- und Ellbogenschoner geben, wie man sie bereits vom Inline-Skating kennt. Denn gerade "bei Ungeübten sind Stürze nicht ausgeschlossen", weiß Herbert Noll von der Stiftung Warentest in Berlin. "Zwar ist das Unfallrisiko beim Rollern längst nicht so hoch wie beim Skaten - doch sicher ist sicher." Die meisten Unfälle passierten beim Ausprobieren während der ersten zehn Minuten.

Doch auch Profis, die den Roller vor allem als Sportgerät nutzen, kann ein entsprechender Schutz so manche Blessur ersparen. Schließlich bieten die Hersteller ständig neue Herausforderungen: Das Modell "Carve Two" von K2 soll durch sein gewölbtes Trittbrett und die vier Rollen laut Hersteller "radikalere Turns und extreme Schräglagen" ermöglichen. Auch an zwei Rollen wagt sich die Kickboardfirma, die sonst drei Räder unter das Brett schraubt, heran: In diesem Sommer kommt das Modell "Cruiser" auf den Markt.

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Zuletzt geändert am 29. Juni 2001 09:52 von tea

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