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Di 03.07.2001 |
Formel 1: Schumi zieht seine Kreise - Katerstimmung bei SilberpfeilenDie Angst vor der großen Langeweile
Magny-Cours - Seriensieger Michael Schumacher kann sich auf dem Weg zu seinem vierten WM-Titel nur noch selbst schlagen. Nach der Triumphfahrt des Ferrari-Stars zum goldenen Jubiläum (50. Grand-Prix-Erfolg) in Magny-Cours geht in der Formel 1 die Angst vor einem Albtraum um. Bei 31 Punkten Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger David Coulthard könnte Schumacher theoretisch schon beim Heimspiel in Hockenheim (29. Juli) als alter und neuer Weltmeister feststehen. Gewinnt Super-Schumi bei zwei Coulthard-Ausfällen die nächsten beiden Rennen in Silverstone (15. Juli) und Hockenheim, hätte er 51 Punkte Vorsprung auf den Schotten. Dann wäre der 32 Jahre alte Deutsche bei fünf ausstehenden Rennen auch rechnerisch von dem McLaren-Mercedes-Piloten nicht mehr einzuholen und würde den "Weltrekord" des Briten Nigel Mansell einstellen, der 1992 in Ungarn fünf WM-Läufe vor dem Saisonende seinen ersten und einzigen Titel gewann.
"Bin nicht unvorsichtig" Selbst Michael Schumacher gab nach seinem sechsten Saisonsieg in Sachen WM-Titel für einen Augenblick die gewohnte Zurückhaltung auf. "Das war ein großer Schritt zur Weltmeisterschaft. Wegen der Reifen war das eigentlich das schwierigste Rennen für uns. Nachdem wir auch hier gewonnen haben, bin ich für die nächsten Rennen sehr zuversichtlich, aber nicht unvorsichtig", meinte der dreimalige Weltmeister. Deutlicher wird BMW-Motorsportchef Gerhard Berger: "Die WM kann Michael niemand mehr nehmen, da müsste schon was ganz Außergewöhnliches passieren." Der beste Schumi aller Zeiten Sollte Schumacher in Silverstone gewinnen, würde er ganz nebenbei auch Alain Prosts Rekord von 51 Grand-Prix-Siegen einstellen. Ein Blick in die Statistik zeigt: Der Michael Schumacher 2001 ist der beste aller Zeiten. 78 Punkte hat der Kerpener auf seinem Konto, so viel wie nie zuvor in seiner Karriere nach dem zehnten Saisonrennen. Die bisherige Bestmarke datiert aus dem Jahr 1994, als Schumi nach zehn WM-Läufen 76 Zähler eingefahren hatte und am Saisonende mit Benetton seinen ersten WM-Titel holte. Nach der ersten Euphorie über seinen fünften Frankreich-Erfolg spielte Schumacher dann wieder die Rolle des Tiefstaplers. "Ich bleibe realistisch und denke nicht an den WM-Titel", versuchte er glaubhaft zu machen: "Es sind noch 70 Punkte zu vergeben, und wir haben im Vorjahr gesehen, was alles passieren kann." Damals schien Mika Häkkinen nicht mehr aufzuhalten, bevor Schumacher die letzten vier Saisonrennen gewann, den Finnen noch abfing und Ferrari den ersten WM-Titel nach 21 Jahren bescherte. Katerstimmung bei den Silberpfeilen[an error occurred while processing this directive] |
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Zuletzt geändert am 28. Juni 2001 14:25 von sab |
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