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Mi 04.07.2001
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1:0 gegen Norwegen: Deutsche Fußball-Frauen im EM-FinaleDas Olympia-Trauma ist jetzt abgehaktUlm - Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen hat ihr olympisches Trauma besiegt und mit kühlem Kopf den Einzug ins Finale der Europameisterschaft im eigenen Land perfekt gemacht. Im Halbfinale setzte sich das Team von DFB-Trainerin Tina Theune-Meyer in Ulm mit 1:0 (0:0) gegen Angstgegner Norwegen durch und steht damit zum fünften Mal in einem EM-Endspiel.
Gegner des vierfachen Titelträgers ist am Samstag (15.00 Uhr/live in der ARD) ebenfalls im Ulmer Donaustadion Schweden. Die Schwedinnen hatten Dänemark am Mittwoch mit 1:0 ausgeschaltet. Vor 13.524 begeisterten Zuschauern sorgte in einer Neuauflage des WM-Finals von 1995 Sandra Smisek mit einem Kopfballtreffer (57. Minute) für den sechsten deutschen Sieg im 17. Vergleich mit dem Olympiasieger aus Norwegen. Gleichzeitig nahmen die deutschen Frauen erfolgreich Revanche für die bittere Niederlage im olympische Halbfinale vor gut neun Monaten, in dem Tina Wunderlich mit einem Eigentor zum großen Pechvogel avanciert war. Gute Kondition als Grundlage Bei Treibhaus-Temperaturen von 32 Grad Celsius profitierte die erneut überzeugend aufspielende deutsche Mannschaft erneut von ihrer überragenden Physis. Unterstützt durch die "zweite Luft" erarbeiten sich die Gastgeberinnen Ende der ersten Halbzeit ein deutliches Übergewicht, nachdem ein Pfostenschuss von Renate Lingor (31. Minute) eher noch ein Zufalls-Produkt war. Smiseks Treffer löste die Anspannung Insbesondere die für Claudia Müller im Sturm eingesetzte Torschützin Smisek (6.) sowie Birgit Prinz (34.) und Maren Meinert (37./55.) waren ständige Gefahrenherde. Auf der Gegenseite bekam die ansonsten sichere Abwehrreihe, die durch den Ausfall von Sandra Minnert (Verdacht auf Muskelfaserriss/44.) geschwächt wurde, die norwegische Angreiferin Ragnhild Gulbrandsen nur langsam in den Griff. Doch der dritte Turniertreffer von Smisek löste die Anspannung nach dem Wechsel. Prinz mit einem Pfostenschuss (77.) sowie die eingewechselte Müller jeweils aus kurzer Distanz (87./90. ) hätten das Spiel vorzeitig entscheiden können. Frauen-Bundesliga soll professioneller werden Das Finale, nach dem Spielführerin Fitschen und Meinert ihre internationale Karriere beenden wollen, ist nur die logische Konsequenz der Entwicklung in den vergangenen Jahren. "Bei der letzten WM hatte noch jede mit sich selbst zu tun, bei Olympia hatten wir Pech, aber jetzt sind wir gereift", betonte Mittelstürmerin Birgit Prinz. Und auch EM-Organisationschef Willi Hink träumt schon von einer rosigen Zukunft. "Diese traumhafte EM ist der Startschuss, um die Frauen-Bundesliga zu professionalisieren. Sie ist die billigste und wirkungsvollste Werbekampagne für den Sport", so Hink. Von Ulrike Lange, sid - Fotos: dpa |
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Zuletzt geändert am 4. Juli 2001 17:03 von sab |
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