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Mi 04.07.2001

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Die Fitness stimmt: Jan Ullrich hat sich an der Uni Freiburg einem letzten Test unterzogen.

Für Ullrich selbst kamen die Spitzenwerte im Abschlusstest nicht überraschend. "Ich habe schon gemerkt, dass meine Form da ist, von mir aus kann es losgehen", erklärte der Telekom-Kapitän hoch motiviert. Nichts anderes als seinen zweiten großen Triumph habe er im Sinn, so der Olympiasieger: "Wenn's diesmal nicht klappt, dann wohl nie mehr."

"Alle Kräfte bündeln"

Beim Team Telekom ist die Konzentration deshalb wie nie zuvor auf das Gelbe Trikot gerichtet. "Die Strecke ist in diesem Jahr schwer wie lange nicht mehr, wenn Jan die Tour gewinnen soll, müssen wir alle Kräfte bündeln", gibt Sportdirektor Rudy Pevenage die Marschroute vor: "Zu Jans Unterstützung in den Ardennen, Vogesen, Alpen und Pyrenäen brauchen wir vor allem Bergfahrer." Opfer des Nominierungskriteriums ist Sprinter Erik Zabel, dessen "Adjudant" Gian Matteo Fagnini nicht berücksichtigt wurde.

Guerini soll in den Bergen helfen

Für die schweren Bergetappen stehen Ullrich in den Bergen so sieben statt sechs Helfer zur Verfügung. Der Italiener Giuseppe Guerini ist der Mann fürs Hochgebirge, zuvor sollen vor allem Andreas Klöden aus Cottbus, der US-Amerikaner Kevin Livingston und Alexander Winokurow aus Kasachstan ihrem "Chef" unter die Arme greifen. Eher taktische Aufgaben haben Udo Bölts (Heltersberg), Jens Heppner (B-Kelmis) und Steffen Wesemann (Küttingen/Schweiz). "Besser hätte ich es mir nicht wünschen können", freut sich der Kapitän über die Wahl.

Armstrong: Ullrich ist im Vorteil

Dass Telekom und Ullrich es ernst meinen, ist auch dem zweimaligen Sieger und Tour-Favoriten Lance Armstrong (USA) nicht entgangen. "Ich bin überzeugt, dass er ein stärkerer Gegner als im letzten Jahr ist", so der 29-Jährige. Während er selbst seine Siegambitionen durch den Gewinn der Tour de Suisse untermauerte, will Armstrong von Ullrichs Form indes nicht viel wissen. "Er hat sich versteckt, wir haben nicht viel von ihm gesehen, das ist sicher ein Vorteil für ihn", glaubt der Texaner.

Ullrich spielt den Ball zurück: "Ich gehe davon aus, dass Lance noch besser als im letzten Jahr ist", so der dreimalige Tour-Zweite (1996, 1998, 2000): "Auf jeden Fall freue ich mich auf den Kampf gegen ihn."

Von Oliver Görz, sid - Fotos: dpa, Archiv

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Zuletzt geändert am 4. Juli 2001 15:53 von sab

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