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Do 05.07.2001
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Die Wechselwilligen beim FC Bayern müssen sich in Geduld übenUli Hoeneß sorgt für klare VerhältnisseRottach-Egern - Oliver Kahn kokettierte wieder einmal mit einem Wechsel, Stefan Effenberg würde gerne bleiben, Borussia Dortmund droht mit dem Anwalt, und die Gattin von Carsten Jancker hatte dann auch noch etwas zu sagen: Die Idylle im Trainingslager des FC Bayern am schönen Tegernsee vor den Toren Münchens schien am Donnerstag in Gefahr zu geraten.
Es war einer dieser Tage im "Sommerloch", für die beim deutschen Fußball-Rekordmeister Uli Hoeneß zuständig ist: Und der mühte sich nach Kräften, für klare Verhältnisse zu sorgen. Nach Präsident Franz Beckenbauer, Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge und Trainer Ottmar Hitzfeld musste nun also auch Hoeneß zum wiederholten Male erklären, der Verein werde Torhüter Oliver Kahn nicht vorzeitig aus dem bis 2003 laufenden Vertrag entlassen. "Wir werden Oliver Kahn für kein Geld der Welt verkaufen, und wir versuchen, ihn bis 2006 in München zu halten", sagte Hoeneß. "Das sind offensichtlich Denkspiele. Man kann auch Monopoly, Trivial Persuit und Millionenspiel spielen. Das sind auch Denkspiele." Kahn darf vorerst nicht ins Ausland wechseln
In der Tageszeitung "Die Welt" hatte Kahn erklärt, dass er nach wie vor an einen Wechsel ins Ausland denke. Er könne es sich auch "sehr gut" vorstellen, ergänzte Kahn, bereits nach der kommenden Saison den FC Bayern zu verlassen. "Vor Saisonbeginn", so wird der 32-Jährige auch zitiert, "wird die Sache vom Tisch sein." Manager Hoeneß ist da allerdings anderer Meinung und ließ indirekt anklingen, dass es wohl auch um die Finanzen geht. "Da werden wir so schnell keine Klarheit kriegen. Da geht es schon um einen Batzen", sagte Hoeneß, erneuerte aber sein Angebot, Kahn könne nach 2006 ins Management aufrücken. Effenberg: Noch drei Jahre auf internationalem Niveau Stefan Effenberg dagegen kann sich seine weitere sportliche Zukunft mittlerweile auch beim FC Bayern vorstellen. Er schließe nicht aus, dass er nach Ablauf seines Vertrages im Juni 2002 beim deutschen Meister bleibe, sagte der Kapitän dem "kicker". Am Tegernsee ergänzte er, mit einer schnellen Klärung der Situation sei jedoch nicht zu rechnen: "Es werden noch Wochen und Monate vergehen, bis man eine Entscheidung trifft." Auf jeden Fall wolle er "noch mal drei Jahre auf diesem internationalen Top-Niveau spielen." Gegen die Borussia nur ein wenig gestichelt Hoeneß ging unterdessen auf Schmusekurs zu Borussia Dortmund. Manager Michael Meier und er seien "richtig gute Kollegen, die sich sehr schätzen", sagte der Bayern-Manager und ergänzte: "Wir haben zuletzt ja nur ein bisschen gestichelt." Borussen-Manager Meier hatte Hoeneß in heftiger Form attackiert ("populistisch und niveauarm") und mit anwaltlichen Schritten gedroht, weil dieser unterstellt hatte, die Dortmunder hätten nach ihren Investitionen in neue Spieler nicht mehr viel Geld von ihrem Börsengang übrig.
Die Sache mit Natascha Und dann war da noch die Sache mit Natascha Jancker zu klären. Die Gattin des Nationalstürmers beschwerte sich via Bild-Zeitung, dass ihr Carsten "nicht fair" vom FC Bayern behandelt werde, dass er zu Weihnachten "Angebote von Top-Klubs" hatte, der Klub ihn aber nicht gehen lassen wollte. Nun werde er offenbar "nicht mehr gebraucht". "Carsten ist ein sehr wohlgelittener Spieler" entgegnete Hoeneß. "Tatsache ist, dass er im Frühjahr zu mir kam und mir gesagt hat, dass er weg will. Ich habe gesagt, dass wir gesprächsbereit sind, wenn wir Alternativen haben." Sprachs - und verabschiedete sich seelenruhig zum Mittagessen. Von Christian Pfennig, sid |
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Zuletzt geändert am 5. Juli 2001 17:35 von volon |
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