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Fecht-EM: Gold für Säbel-Damen - Florett-Damen raus

Benad und Co. holen den ersten Titel

Koblenz - Die deutschen Säbel-Fechterinnen haben den Gastgebern bei der Europameisterschaft in Koblenz den ersten Titel beschert. Das Team um die EM-Zweite Sandra Benad aus Eislingen holte sich im Mannschafts-Wettkampf die Goldmedaille. Neben der überragenden Benad sorgten Susanne König (Tauberbischofsheim), Stefanie Kubissa (Kenten) und Ersatzfechterin Sabine Thieltges (Koblenz) für den 45:41-Erfolg im Finale gegen Italien. Die Bronzemedaille ging an Polen.

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Strahlende Siegerinnen (v.l.): Stefanie Kubissa, Sandra Benad und Susanne König.

"Eine Goldmedaille ist der Traum. Ich bin unglaublich glücklich und kann es kaum fassen", sagte Benad und genoss gemeinsam mit ihren Mannschaftskameradinnen nach dem Triumph die stehenden Ovationen der begeisterten Zuschauer. "Jetzt hoffen wir, dass unsere Disziplin olympisch wird", meinte König. Darauf baut auch Benad, die bereits zuvor ihren Rücktritt für den Fall angekündigt hatte, dass das Säbelfechten der Damen bei Olympischen Spielen weiterhin nicht berücksichtigt wird.

Auch Trainer-Fuchs Martin Mündt hatte großen Anteil an dem Erfolg. Der Coach umging mit einem geschickten Schachzug Angstgegner Russland im Viertelfinale. "Wir wollten nicht gegen Russland kommen und haben Doreen Häntzsch aus der Mannschaft genommen, so dass wir anders gesetzt wurden", erklärte Mündt den Verzicht auf die Achte ik Einzel. Das Risiko wurde belohnt, denn die erst 16 Jahre alte Stefanie Kubissa zeigte bei ihrem überraschenden Einsatz keine Nerven. "Das war aber nicht überraschend für mich, ich habe viel Vertrauen in sie", meinte Mündt.

Degen: "Talsohle erreicht"

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Säbelfechterin Susanne König (r) attackiert beim Mannschafts- Finale ihre italienische Kontrahentin Ilaria Bianco.

Im Gegensatz zu den Säbel-Kämpferinnen sind die deutschen Degen-Fechterinnen bereits in der ersten Runde gescheitert. Imke Duplitzer (Heidenheim), Katja Nass (Offenbach), Britta Heidemann (Leverkusen) und Claudia Bokel (Bonn) unterlagen Großbritannien mit 44:45 und landeten am Ende auf dem neunten Platz. Den EM-Titel sicherten sich die Ungarinnen durch einen 45:36-Erfolg über Olympiasieger Russland. Bronze holte die Ukraine.

Die im Vorfeld hochgelobten Deutschen um die Weltranglisten-Erste Duplitzer knüpften durch ihre enttäuschende Leistung nahtlos an die schwachen Vorstellungen im Einzelwettbwerb an, in dem ebenfalls alle Teilnehmerinnen frühzeitig ausgeschieden waren. "Wenn ich eine Erklärung hätte, hätten wir es zwischen den Einzeln und der Mannschaft besser machen können. Jetzt entsteht doch Ratlosigkeit", erklärte der konsternierte Bundestrainer Manfred Kaspar nach dem unerwarteten Aus. "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals so schlecht gefochten haben. Damit ist die relative Talsohle erreicht, und wir müssen da Schritt für Schritt Richtung WM in Nimes und Olympia in Athen wieder rauskommen", sagte der Coach und dachte bereits an die Wiedergutmachung bei den Weltmeisterschaften Ende Oktober in Frankreich.

Bundestrainer machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung

Den Vorwurf, die Deutschen hätten das Turnier nicht ernst genommen, wies Kaspar zurück: "Im eigenen Land wollten wir gut fechten. Wir haben es ernst genommen, aber es ist jetzt katastrophal daneben gegangen." Der Bundestrainer machte kein Hehl aus seiner Enttäuschung: "Das sind nicht die Fechterinnen, die wir kennen. Man kann gegen starke Mannschaften verlieren, aber nicht gegen eine international zweitklassige Mannschaft aus Großbritannien."

sid - Fotos: AP, dpa

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Zuletzt geändert am 7. Juli 2001 21:17 von aj

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