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Bayern: Trainer Hitzfeld deutet Trennung von Stefan Effenberg an

Wenn Ballack und Deisler kommen, wird´s eng

Rotenburg - Die kommende Saison wird aller Voraussicht nach die letzte von Stefan Effenberg beim deutschen Fußball-Meister Bayern München sein. Trainer Ottmar Hitzfeld hat klargestellt, dass ein Verbleib des Kapitäns einzig und allein von den geplanten Verstärkungen für die übernächste Spielzeit (2002/03) abhänge. "Wenn wir Deisler und Ballack bekommen könnten", erklärte der 52-Jährige, "dann muss man sich schon sehr gut überlegen, ob Stefan Effenberg dann weiter verpflichtet wird."

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Ottmar Hitzfeld macht sich so seine Gedanken: Der Name Stefan Effenberg spielt dabei offenbar nur eine untergeordnete Rolle.

Die Verantwortlichen des Champions-League-Siegers scheinen im Zuge ihres angestrebten Generationswechsels mittlerweile auch sehr zuversichtlich zu sein, dass sie Sebastian Deisler (Hertha BSC) und Michael Ballack (Bayer Leverkusen) nach der kommenden Saison an die Säbener Straße locken können. Manager Uli Hoeneß erklärte, der FC Bayern habe "nie einen Hehl" aus seinem Interesse gemacht, und bei beiden Spielern "ist es aus vertragstechnischen Gründen möglich, sie im nächsten Jahr zu holen."

Gespräche im Oktober

Schlechte Karten also für Effenberg: Kommen tatsächlich beide Wunschspieler, wird er weichen müssen, weil, so erklärt der Trainer diplomatisch, dann "diese drei Spieler zusammen doch ein schwieriges Konzept benötigen würden". Für Manager Uli Hoeneß ist das letzte Wort freilich noch lange nicht gesprochen. Die Aussagen von Hitzfeld würden viele Konjunktive enthalten, sagte er. Für ihn stehe erst einmal fest, dass er sich im Oktober "mit der Familie Effenberg" zusammensetze und ein klärendes Gespräch führe.

Effenberg: Ich bin ja nicht mehr der Jüngste"

Effenberg selbst sieht die ganze Angelegenheit ebenfalls nicht dramatisch. "Ich denke, das ist legitim, so zu denken und das auch zu äußern. Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste und habe keine zehn Jahre mehr vor mir", sagte er im Bayern-Trainingslager zu den Gedanken von Hitzfeld. Der FC Bayern müsse langfristig denken, und Deisler und Ballack seien Spieler, "wenn sie denn kommen", die dem Klub über Jahre hinweg helfen könnten. "Ob sie es schaffen, ist eine andere Sache. Zumindest ist die Perspektive da."

Hoeneß: Kader wird noch kleiner werden

Hoeneß stellte unterdessen in Aussicht, dass der Kader des FC Bayern schon vor einem möglichen Abschied von Effenberg "verkleinert wird". Allerdings werde der Verein selbst niemanden verkaufen. "Die Spieler werden schon von selbst kommen", vermutet Hoeneß, wenn sie im Herbst erkennen würden, dass für sie kein Platz im Kader sei. In diesem Fall will der Manager den Abwanderungswilligen keine Steine in den Weg legen, vorausgesetzt, die Mannschaft könne die Abgänge mit Blick auf Verletzungen auch verkraften.

Von Axel Rose, sid - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 12. Juli 2001 14:37 von sab

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