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Do 12.07.2001
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Paar soll Bekannten grausam ermordet haben:Polizei hat Satanisten-Ehepaar gefasstErfurt - Das wegen Mordes gesuchte Satanistenpärchen aus dem Ruhrgebiet ist in Thüringen gefasst worden. Die Beamten griffen am Donnerstag nach einem Zeugenhinweis in Jena zu, teilte die Polizeidirektion Nordhausen mit. Es sei niemand verletzt worden. Das Pärchen steht unter dem dringenden Verdacht, am vergangenen Freitag in seiner Wohnung in Witten einen 33 Jahre alten Bekannten mit 66 Stichen und Hammerschlägen getötet zu haben. Die Polizei stellte das Paar in den Morgenstunden im Jenaer Statteil Maua, unweit der Autobahn 4 (Frankfurt/Main-Dresden). Ein Zeuge hatte den Wagen zuvor in der Plattenbausiedlung Jena-Lobeda gesehen, obwohl die Gesuchten ihr schrilles Erscheinungsbild auf der Flucht verändert hatten. Am Auto waren okkultische Ornamente und Schriftzüge ansatzweise entfernt worden. Das Recklinghäuser Kennzeichen war gegen ein offenbar gestohlenes Nummernschild aus dem Kyffhäuserkreis ausgetauscht worden. Schon seit Montag gewarnt Gewarnt war die Thüringer Polizei schon seit Montag durch Zeugen, die die 22-jährige Frau und ihren 25 Jahre alten Mann beim Tanken in Sondershausen im Kyffhäuserkreis beobachtet hatten. Möglicherweise hatten die beiden Sondershausen als Zwischenstation nicht zufällig ausgewählt. Dort hatte 1993 der Thüringer "Satansmörder" Hendrik Möbus einen 15-jährigen Mitschüler ermordet. Der heute 25-Jährige wurde zu acht Jahren Jugendhaft verurteilt, kam aber schon 1998 auf Bewährung frei. Derzeit sitzt er in den USA in Abschiebehaft und will seine Auslieferung nach Deutschland mit einem Antrag auf politisches Asyl verhindern. Polizei fand "Todesliste" Der bizarre Fall um den Ritualmord in Witten war erst am Montag bekannt geworden. Die Polizei fand die Leiche neben einem Eichensarg, Totenschädelattrappen, umgedrehten Kreuzen und SS-Runen in der Wohnung des Satanistenpaares. Auf das Fenster war der Schriftzug "When Satan lives" (Wenn Satan lebt) geschmiert worden. Die Polizei fand auch eine "Todesliste", auf der Namen weiterer Bekannter standen, allerdings vorwiegend aus dem Ruhrgebiet und nicht aus Ostdeutschland. Die Menschen wurden vorsichtshalber gewarnt. Das Opfer aus Datteln soll sich nach Angaben der Mutter nicht in satanistischen Kreisen bewegt haben. Der 33-Jährige hatte früher mit dem 25-jährigen Satanisten als Autoteileverkäufer zusammengearbeitet. Die Ermittler gehen von "Mordlust" vor okkultischem Hintergrund aus. dpa |
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Zuletzt geändert am 12. Juli 2001 13:40 von aj |
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