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Buch-Tipp: Gelungenes Romandebüt von Frank Zappas Tochter

Ironischer Seelenstriptease

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Als sich das Thermopapier surrend aus dem Faxgerät geschält hatte, war das Leben von America Thorne nicht mehr dasselbe. "Seelen kommen zusammen, um nicht zusammenzubleiben, sondern um zu wachsen und weiterzuwandern. Es gibt keine Trennung, in Wirklichkeit ist es nicht viel anders, als in einen neuen Raum einzutreten. Bitte ruf mich nicht an. Ich bin in einen neuen Raum getreten. Jasper Husch."

Prost Mahlzeit. Kein Job, kein eigenes Geld, eine neurotische Mutter und das Trauma des zwar toten, aber dennoch allgegenwärtigen Übervaters, Boris Thorne, seines Zeichens Maler und Genie - unwesentliche Probleme einer 29-Jährigen, zu denen sich nun noch ein Ex-Lover in San Francisco gesellt.

"17,2 Prozent" seien autobiografisch

America, Protagonistin im ersten Roman von Moon Unit Zappa (richtig, "Bobby Browns" Tochter) kämpft auf den ersten Blick mit den Tücken der durchschnittlichen Generation X.: Ende 20, Anfang 30, auf der Suche nach Glück, Liebe und dem Sinn des Lebens. Mit dem klitzekleinen Unterschied, dass ihr Vater ein Nationalheld ist.

Wer jetzt beim Nachnamen der Autorin Parallelen zieht, hat recht. "17,2 Prozent" seien autobiografisch, gibt Moon Unit zu, und die lassen sich auch unschwer verbergen. Wie sehr die 33- Jährige an ihrem musizierenden Übervater zu knabbern hatte, zeichnet sich auch zwischen den Zeilen deutlich ab. Aber wie soll man sich auch mit sich selbst identifizieren, wenn der Vater ein verdammtes Genie war?

Moon Unit Zappa: "America the beautiful"
Wilhelm Heyne Verlag, 383 S., 28 DM.
(ISBN 3453190610)

Rosenkavalier als Belohnung

Mit Hilfe ihrer besten Freundin Sadie nimmt sie im Roman America den Kampf gegen das heulende Elend auf. Der Weg zum Ich ist unter anderem gepflastert mit weiteren Beziehungskatastrophen, schlauen Psychobüchern, einem geduldigen Seelenklempner, einer rülpsenden Wahrsagerin und einem abgefahrenen Schweigecamp für den entspannten Hippie an sich.

Dass der geplagten Frau zum Schluss doch noch der Rosenkavalier als Belohnung winkt, ist klar: Ende gut, alles gut. Fazit: Witzig- ironische Seelenstudie, amüsant und lebensnah geschrieben. Papa Frank Zappa hätte es auch nicht besser machen können.

Sandra Fischer

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Zuletzt geändert am 13. Juli 2001 13:37 von tea

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