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Franka Potente über ihren ersten Hollywoodfilm:

"Das Risiko klein halten"

Schauspielerin Franka Potente (26) ist bei ihrem ersten Hollywood-Film "Blow" an der Seite von US-Star Johnny Depp auf Nummer Sicher gegangen. "Ich wollte das Risiko so klein wie möglich halten", sagte Potente im Gespräch über die Herausforderung Hollywood.

Sie habe eine überschaubare Rolle ausgewählt, "weil es ja ein neues Terrain für mich war", meinte sie. "Ich wollte auf jeden Fall sicherstellen, dass ich mich für nichts schämen muss." Potente spielt in "Blow" die Freundin des Drogenbosses George (Johnny Depp), dessen Aufstieg und Fall der in den 70er Jahren spielende Film von Ted Demme erzählt. "Es ist eine echte Nebenrolle, die - viel mehr als dass sie eine vielschichtige Figur ist - für eine Zeit steht."

Zu Johnny Depp: "Er ist sehr weise, sensibel und schlau"

"Schon aufregend" empfand der "Lola rennt"-Star die Zusammenarbeit mit Hollywood-Idol Johnny Depp. "Das Problem war, dass ich zum ersten Mal einen Schauspielpartner hatte, von dem ich auch Fan bin", bekannte Potente. "Da wollte ich natürlich nicht, dass er meine Aufgeregtheit merkt. Aber natürlich schlägt dann das Fanherz." Ganz sicher habe Depp, den Potente als Film-Freundin auch küssen durfte, ihre Nervosität auch gespürt. "Er ist sehr weise, sensibel und schlau. Aber er war total entspannt mit mir und hat mich auch gleich ernst genommen."

"Wenn ich das mit der Sprache nicht hinkriege, dann habe ich die Rolle verfehlt"

Vor allem aber die Sprache sei zunächst ein Problem gewesen, erklärte Potente. "Das war anstrengender als ich dachte." Zwei Monate habe es gedauert, bis sie das amerikanische Englisch beherrschte. "Irgendwann habe ich begriffen, wenn ich das mit der Sprache nicht hinkriege, dann habe ich die Rolle verfehlt, dann ist das eine Deutsche, die versucht, Amerikanerin zu sein", sagte die Schauspielerin. "Die Sprache war der Schlüssel. Irgendwann habe ich kapiert, ich muss den Mund weiter aufmachen beim Sprechen."

Thema Honorare: Beim ersten Vertrag "kann man überhaupt keine Forderungen stellen"

Große Unterschiede zwischen dem Filmemachen in Deutschland und den USA gebe es jedoch nicht. "Ich glaube, einen Film wie "Blow" hätten wir hier, mit weniger Mitteln vielleicht, auch machen können, "Pearl Harbour" oder "Godzilla" können wir dagegen nicht machen." Dass Hollywood seine Stars besser bezahle, gelte allerdings nur für die Schauspieler, die wirklich gut im Geschäft seien. "Wenn Du einen ersten Vertrag machst, da kannst Du froh sein, wenn Du einen Appel oder ein Ei bekommst. Da kann man überhaupt keine Forderungen stellen."

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