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Mo 23.07.2001

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Vier Medaillen: Tag der Deutschen bei der Schwimm-WM in Japan

Prima Klima lässt Olympia-Debakel vergessen

Fukuoka - Hannah Stockbauer mit ihrem Sieg über 800 m Freistil und das Gold der Freistilstaffel krönten am Montag den Tag der Deutschen bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Fukuoka. Das Debakel von Sydney gerät immer mehr in Vergessenheit.

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Auf und davon: Hannah Stockbauer kraulte über 800 Meter zum WM-Titel.

In 8:24,66 Minuten brach die Olympiafünfte aus Erlangen in Weltjahresbestzeit erstmals seit 1991 wieder die US-Dominanz, schwamm zum größten Erfolg ihrer jungen Karriere und zum ersten deutschen WM-Einzelgold seit dem Titel von Franziska van Almsick 1994 in Rom über 200 m Freistil. "Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, ich bin so froh", sagte die 19-jährige Erlangerin, dann brach sie in Tränen aus.

Staffel mit Europarekord zum Gold

Danach holte die deutsche Staffel in der Besetzung Petra Dallmann, Antje Buschschulte, Katrin Meissner und Sandra Völker Gold in Europarekordzeit (3:39,58 Minuten) - entfesselt sprintete die Hamburger Schlussschwimmerin in der Konkurrenz davon. Der deutsche Schwimmsport erlebt in Japan wieder ergreifende Szenen.

Mehlhorn Zweite über 200 Meter Schmetterling

Vorher hatten Annika Mehlhorn mit Silber über 200 m Schmetterling ebenfalls in Europarekordzeit (2:06,97) und der Wuppertaler Steffen Driesen mit Bronze über 100 m Rücken (54,91) die nach dem Debakel von Sydney heiß ersehnte Medaillenflut für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) eingeleitet. "Prima Klima in der Firma DSV", sagte Steffen Driesen kurz, bündig und treffend. "Das ist ein traumhaftes Ergebnis", kommentierte DSV-Präsidentin Christa Thiel ergriffen.

Stockbauer schwamm das Rennen ihres Lebens

Hannah Stockbauer schwamm das Rennen ihres Lebens und warf nach 800 Metern begeistert die Arme in die Höhe. 300 Meter lang hatte sich die Amerikanerin Diana Munz nach Kräften gewehrt, dann übernahm die Europameisterin von 1999 die Führung und zog unwiderstehlich davon. Zwei Längen waren es am Ende, Munz blieb in 8:28,84 Minuten Silber. "Ich hatte es in Sydney schon drauf, aber da konnte ich es noch nicht zeigen. Das Gold ist mir so unendlich viel mehr Wert als die Zeit", meinte Stockbauer: "Ich danke vor allem meinem Trainer Roland Böller." Der Coach sagte: "Ich wusste schon bei 300 Metern, dass es für Hannah dieses Mal reichen würde."

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Zuletzt geändert am 23. Juli 2001 14:28 von sab

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