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Do 09.08.2001
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Diskussion um 1860-Trainer geht weiter - Lorant wehrt sich"Ich bin doch nicht straffällig geworden"München - Zwei Tage vor dem richtungweisenden Spiel gegen den Hamburger SV hat der stark in die Kritik geratene Werner Lorant zum Gegenschlag ausgeholt.
"Wenn man als Trainer verliert und auf die Fresse kriegt, ist das okay. Dann aber bitte sachlich. So etwas wie in den letzten Wochen habe ich noch nie erlebt. Das geht unter die Gürtellinie, ich bin doch nicht straffällig geworden", erklärte der Trainer von Bundeslist 1860 München völlig genervt und stellte einmal mehr klar: "Ich bin nervenstark. Ich gehe davon aus, dass ich meinen Vertrag bis 2003 erfüllen werde." Gegen HSV muss ein Sieg her Dabei ist der Druck auf Lorant nach zwei Niederlagen zum Saisonauftakt und dem Aus im UI-Cup so groß wie noch nie in seinem zehnten Trainerjahr bei den "Löwen". Ein überzeugender Sieg gegen den HSV - und die Spekulationen über einen Rausschmiss wären zunächst verstummt. Eine Niederlage - und die Ära von "Werner beinhart" könnte schon bald beendet sein. Wildmosers Treueschwüre bröckeln Sogar Präsident Karl-Heinz Wildmoser schließt eine Trennung von seinem einstigen Männerfreund nicht mehr aus. Aber wie sehen die Pläne aus für den Fall, dass sich die Sechziger die fünfte Pflichtspiel-Pleite in Serie abholen? "Ich weiß es nicht. Ich bin doch kein Hellseher", sagte Wildmoser in dieser Woche. Wie ein Treueschwur hört sich das nicht gerade an. "Neun Jahre gute Arbeit geleistet" Aber Lorant, dessen herrische Art in Tateinheit mit knüppelharten Trainingsmethoden zunehmend auf Widerspruch stößt, weist alle Probleme trotzig von sich. Deutschland sei eben eine Neidgesellschaft. "Außerdem habe ich neun Jahre gute Arbeit geleistet, da kann keiner etwas anderes behaupten". Der Aufsichtsrat um den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), dessen Stellvertreter Hep Monatzeder (Grüne) und Bayerns Wissenschaftsminister Hans Zehetmair (CSU) war anderer Meinung, hat seine harsche Kritik am Übungsleiter inzwischen aber zumindest teilweise zurückgezogen. Monatzeder, der ohne Umschweife den Rauswurf des Übungsleiters forderte, drückt nun schüchtern sogar seine Verehrung aus: "Ich mag Sie doch." Möglicher Nachfolger derzeit nicht in Sicht Und noch etwas stärkt die Position des 52 Jahre alten Ex-Profis ("Wenn man mit mir unzufrieden ist, muss man mich entlassen."). Erstens: Der Vertrag von Lorant läuft noch bis 2003. Die Abfindung wird auf vier bis fünf Millionen Mark taxiert, wäre also für den Verein ohne Europapokal-Einnahmen relativ hoch. Und zweitens: Ein Nachfolger ist nicht in Sicht, zumal in Klaus Augenthaler ein möglicher Kandidat beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag steht. Von Christian Pfennig, sid - Foto: dpa [an error occurred while processing this directive] |
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Zuletzt geändert am 9. August 2001 14:58 von sab |
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