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Edmonton: El Guerrouj schafft Titel-Hattrick - Drittes Gold für Zelezny

Siebte WM-Medaille durch Frauen-Staffel

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Die deutsche Staffel über 4 x 400 m mit Florence Ekpo- Umoh (v. l.), Grit Breuer, Shanta Gosh und Claudia Marx.

Edmonton - Mit der siebten Medaille durch die 4 x 400-m-Staffel der Frauen haben die deutschen Leichtathleten einen versöhnlichen Abschluss der Weltmeisterschaften in Edmonton gefeiert.

Das DLV-Quartett mit Florence Ekpo-Umoh, Shanta Ghosh, Claudia Marx und Grit Breuer holte am letzten Tag der 8. Titelkämpfe Silber hinter der Staffel aus Jamaika. Mit zwei Mal Gold, vier Mal Silber und einmal Bronze belegte das deutsche Team den fünften Platz in der Medaillenwertung. Erfolgreichste Nationen waren die USA (9-5-5) und Russland (6-7-6) mit jeweils 19 Medaillen. In der Punktwertung der Endkampfplatzierungen erreichte die 70-köpfige DLV-Mannschaft mit 105 Zählern Rang drei. "Platz zwei durch die Staffel war ein schöner Abschluss, den wir gebraucht haben", sagte Leistungssportdirektor Frank Hensel.

Auch am letzten Wettkampftag erfüllten sich einige Hoffnungen nicht. Im Speerwerfen verpassten Raymond Hecht (Magdeburg) mit 86,46 m und Boris Henry (Saarbrücken) mit 85,52 auf Platz fünf und sechs deutlich die Medaillen. Ivonne Teichmann (Magdeburg) wurde im 800-m-Finale Letzte, genauso wie die Männer-Rundenstaffel.

Dritter WM-Titel für Jan Zelezny

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Drittes Gold für Jan Zelezny.

Nach drei Olympiasiegen unterstrich Jan Zelezny (Tschechien)mit dem dritten WM-Sieg (92,80) nach 1993 und 1995 seine Ausnahmestellung im Speerwerfen. Hicham El Guerrouj (Marokko) feierte über 1500 m in 3:30,68 Minuten den Titel-Hattrick. Die Männerstaffeln über 4 x 100 m und 4 x 400 m wurden wie immer in den letzten Jahren von den USA dominiert. Weltmeisterin im Hochsprung wurde die Südafrikanerin Hestrie Cloete, die 2,00 m meisterte.

800 Meter: Sieg für Maria Mutola

Österreichs Gold-Hoffnung Stephanie Graf musste sich über 800 m nach großem Kampf hinter Olympiasiegerin Maria Mutola (Mosambik) mit Silber begnügen. "Zweite Plätze sind immer ein Stich ins Herz", meinte Graf, die in Amerika des öfteren mit dem deutschen Tennis-Star Steffi Graf verwechselt wurde. "Die Leute haben sich gewundert, dass ich nicht schwanger bin", hatte sich Graf nach dem Vorlauf amüsiert. Im Finale war ihr das Lachen allerdings vergangen.

Deutsche profitierten vom Pech der Amerikannerinen

Bei ihrem Silber-Lauf profitierte die deutsche Rundenstaffel von einem Missgeschick der Amerikanerinnen. In Führung liegend verlor Suziann Reid kurz nach dem letzten Wechsel den Stab und fiel auf Rang vier zurück. "Ich habe nur am Publikum gemerkt, dass etwas passiert sein musste. Und auf einmal kam mir die Amerikanerin entgegen", schilderte Schlussläuferin Grit Breuer die Szene. Für die Magdeburgerin erfüllte sich mit dem zweiten Platz der Wunsch, bei jeder WM-Teilnahme eine Medaille zu gewinnen. Schon auf der Zielgeraden stand ihr die Freude darüber ins Gesicht geschrieben.

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Hicham El Guerrouj

Den Speerwerfern blieb Edelmetall zwar verwehrt, unzufrieden waren sie dennoch nicht. "Ich war das ganze Jahr über ziemlich schlecht. Hier habe ich die beiden besten Wettkämpfe der Saison gemacht. Daher bin ich zufrieden", meinte Boris Henry. Lehrgeld musste Ivonne Teichmann bei ihrem WM-Debüt zahlen. Als vorne die Post abging, konnte die Magdeburgerin nicht mehr mithalten und erreichte abgeschlagen das Ziel. "Ich bin zwar schon bei großen Meetings gelaufen, aber eine WM ist etwas völlig anderes", stellte sie fest.

Der "König der Mittelstrecke" will künftig über 5000 m für Furore sorgen. Schon beim Golden League-Meeting in Zürich wird Hicham El Guerrouj auf der langen Distanz starten. Den Sieg von Edmonton bezeichnete er als leicht, es war der 47. in den letzten 49 Rennen. Dass die Niederlagen ausgerechnet von den olympischen Finals 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney herrühren, hat der Marokkaner bis heute jedoch nicht verwunden.

Eric Dobias, dpa

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Zuletzt geändert am 13. August 2001 12:36 von tea

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