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Fr 17.08.2001
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Starke Platten von starken Frauen:Der Sommer hat Soul
Frankfurt/Main - Soul-Diven haben wieder Konjunktur: Erykah Badu war die erste, die Mitte der Neunziger mit voluminösem Turban und noch voluminöserer Stimme das Soul-Genre wieder ins Licht der Popmusik führte. Es folgten weitere talentierte Damen, etwa Jill Scott. Inzwischen hat sich diese "Bewegung" zu einer kleinen Welle aufgetürmt. In diesen Wochen steht ein ganzer Trupp Ladies mit neuen LPs am Start und scheint willens, im Jahr 2001 einen Summer of Soul auszurufen: Die aktuellen Veröffentlichungen von Aaliyah, India.Arie, Syleena Johnson und Tamia haben fast durchweg das Zeug zum Klassiker. HipHop als Soundtrack einer ganzen Generation Dabei sah es in den grauen 80er Jahren und in den verwirrten frühen 90er Jahren lange so aus, als habe das Herz der Soul-Musik zu schlagen aufgehört. Der Soundtrack zum gesellschaftlichen Aufbruch und zum Erstarken des Selbstbewusstseins der Schwarzen wurde vom Druck der neoliberalen und repressiven Politik unter den Präsidenten Ronald Reagan und George Bush senior zum Verstummen gebracht. Eine gesellschaftliche Situation, in der Randgruppen nicht mehr diszipliniert, sondern einfach ausgeschlossen wurden und zu einem gnadenlosen Kampf um ihr tägliches Brot gezwungen waren, konnte musikalisch nicht in jubelnde Bläser übersetzt werden, sondern nur in düstere HipHop-Beats. Inzwischen aber ist HipHop längst aus den Engen des Gettos ausgebrochen und zum Soundtrack einer ganzen Generation von Heranwachsenden geworden. Im HipHop jedoch liegt paradoxerweise die Wurzel des neu entstandenen Interesses am Soul. Frische Impulse für beide Genres Das sagt auch Chris Maruhn, Redakteur beim Musikmagazin "Soul", das seit einem halben Jahr den deutschen Lesern Soul, R'n'B, Swingbeat und Artverwandtes nahe bringt: "Viele HipHop-Acts beziehen sich ja auf alte Soul-Sachen. Daher erscheint mir es als logische Weiterentwicklung, dass sich auch das Publikumsinteresse wieder dem Soul zuwendet. Auch die neue Soulmusik selbst bezieht sich ganz stark auf HipHop und verarbeitet Einflüsse daraus - ist also nicht nur eine Fortführung alter Sounds aus den Sechzigern und Siebzigern." weiter: Typen bekommen die Meinung gegeigt |
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Zuletzt geändert am 17. August 2001 15:00 von mwege |
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