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Fr 17.08.2001
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Bayern München unter Druck: "Drei Punkte müssen her"Viele Verletzte und ein nachdenklicher Sponsor
München - Der Sponsor überdenkt sein Engagement, die "Kreativ-Abteilung" fällt aus, schon fünf Punkte Rückstand auf Borussia Dortmund - ausgerechnet vor dem "Klassenkampf-Klassiker" der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen Aufsteiger FC St. Pauli steht der FC Bayern gehörig unter Druck. Dennoch gab sich Uli Hoeneß gelassen. "Natürlich müssen wir gewinnen, das hat aber nichts mit der aktuellen Situation zu tun. Wenn Bayern gegen St. Pauli spielt, gibt es immer nichts anderes als einen Sieg", sagte der Manager nach dem Training: "Wir müssen nur darauf achten, dass der Abstand zur Spitze nicht zu groß wird, bis wir unsere Aufholjagd starten. Dass es so kommt, war aber schon nach dem letzten Jahr klar. Deutscher Meister, Champions-League-Sieger - das steckt in den Köpfen. Es wird noch eine Zeit lang dauern, bis sich die Sperre löst." Angeschlagener Konzern: Opel will Sponsorin-Konzept ändert Auch die Ankündigung des Hauptsponsors Opel, sein Engagement beim FC Bayern (rund 20 Millionen Mark jährlich) zu überdenken und angesichts von 835 Millionen Mark Verlust im letzten Jahr generell sein Sportsponsoring-Konzept "auf neue Grundlagen zu stellen", konnte Hoeneß nicht aus der Ruhe bringen. "Unser Vertrag läuft bis 2003. Wenn sich in der Meinung von Opel etwas geändert hat, werden sie rechtzeitig auf uns zukommen", erklärte der Manager. "Es besteht kein Anlaß, jetzt in hektische Aktivitäten zu verfallen." Hitzfeld und sein Lazarett - auch Pizarro fehlt Dafür wird es vor erwarteten 50.000 Zuschauern im Olympiastadion gegen St. Pauli etwas hektischer werden. Neben Kapitän Stefan Effenberg und Mehmet Scholl (beide Fußentzündung) muss Ottmar Hitzfeld auch auf Stürmer Claudio Pizarro verzichten, der am Donnerstag mit Peru gegen Kolumbien spielt und deshalb erst am Samstag nach München zurückkehrt. Große Sorgen aber macht sich der Trainer nicht: "Dass wir schon fünf Punkte auf Dortmund verloren haben, liegt am Auftaktprogramm. Das der Borussia war einfach, wir dagegen spielen in fünf Spielen gegen drei Titelkandidaten. Das ist unmöglich, in anderen Ländern gibt es so etwas auch nicht." Hoeneß sauer auf Brasilien, dennoch übermütig: "Boom geht erst los" Zumal die Bayern immer mehr Ärger mit den südamerikanischen Verbänden haben. Giovane Elber und auch Leverkusens Lucio wurden von Brasiliens Nationalcoach Scolari gegen Paraguay (2:0) zwar nominiert, beide spielten aber keine einzige Minute. Nur Roque Santa Cruz durfte für Paraguay 59 Minuten ran. "Die Brasilianer müssen ihr Verhältnis zu Europa überdenken", sagte Hoeneß: "Ich würde Herrn Scolari dringend raten, sich mit uns mal zusammenzusetzen. Erst macht er ein Riesen-Theater, und dann stellt die beiden gar nicht auf - das hätte er sich sparen können." Dafür geht es zumindest wirtschaftlich in München bergauf. Zum ersten Mal seit Jahren verzeichnet Hoeneß wieder steigende Umsätze im Merchandising-Bereich. "Ich habe die Zahlen jeden Tag auf dem Tisch liegen, die Kurve geht steil nach oben", berichtete der Manager. Zu den besten Zeiten hatte der FC Bayern mit Merchandising-Artikeln rund 40 Millionen Mark umgesetzt, "diese Zahlen werden wir in diesem Jahr wieder erreichen", frohlockte Hoeneß. Überhaupt sah er den deutschen Fußball auf dem Weg nach oben. "Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung. Die Stadien sind voll, an der Spitze ist es eng, im Abstiegskampf auch - der Boom wird erst richtig losgehen." Die WM 2006 in Deutschland lässt grüßen. PS: Beckenbauer erklärt Jancker für unverkäuflich Nachtrag aus dem Hause des deutschen Meisters: Bayern-München-Präsident Franz Beckenbauer hat Nationalstürmer Carsten Jancker für unverkäuflich erklärt. Ein Vereinswechsel komme nicht in Frage, schrieb der Chef des deutschen Fußball-Rekordmeisters in seiner "Bild"-Kolumne. Der 26 Jahre alte Jancker will die Aussage des Präsidenten jedoch nicht als endgültig betrachten. Er glaube nicht, dass es stimmt, sagte Jancker in München. Zu möglichen Wechselplänen wollte er sich allerdings nicht äußern. Markus Seyrer, sid |
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Zuletzt geändert am 17. August 2001 16:00 von to |
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