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Fr 17.08.2001

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Missglückte Rückkehr: Becker muss aufgeben
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Missglückte Rückkehr: Becker muss aufgeben

"Habe mich gut gefühlt"

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"Einen Schritt gemacht, den ich nicht hätte machen sollen.": Boris Becker mit Schmerzen

Graz - Er wollte sich einen Traum erfüllen, doch ausgerechnet die sensible Oberschenkel-Muskulatur sorgte bei Boris Becker gegen sein früheres Idol Björn Borg für ein böses Erwachen.

Im Duell der Tennis-Veteranen musste der dreifache Wimbledonsieger gegen den fünfmaligen Sieger aus Schweden nach seiner zweijährigen Turnierabstinenz gleich im ersten Spiel auf der Seniorentour beim Stand von 6:3, 2:3 aus seiner Sicht wegen einer Oberschenkel-Blessur aufgeben. Bereits während seiner aktiven Zeit hatte der Leimener häufig mit Oberschenkel-Problemen zu kämpfen. Auf der Senioren-Tour will Becker nach eigenen Aussage zehn bis zwölf Turniere bestreiten.

Vor 4000 Zuschauern im österreichischen Graz präsentierte sich der 33-jährige Wahl-Münchner am Donnerstagabend bei seinem ersten Match auf der "Delta Tour Of Champions" bis zu seiner Verletzung in ansprechender Verfassung. Doch die Show endete mit einer Ernüchterung. "Ich bin enttäuscht, dass ich nicht zu Ende spielen konnte. Es war unmöglich weiterzumachen", erklärte Becker im Anschluss. Ich habe bei der Vorhand einen Schritt gemacht, den ich nicht hätte machen sollen." Dennoch habe er sich bis zu seinem Aus gut gefühlt. "Das war wie zu Hause auf dem Platz. Wir haben richtig gutes Tennis gespielt, phasenweise", sagte er nach dem Aus.

Comeback in neuer, eigener Kleider- Kollektion

Am 7. Juli 1999 hatte Becker gegen den Australier Patrick Rafter im Einzel von Wimbledon seine Profi-Karriere offiziell beendet. Bei rund 33 Grad erschien der beste deutsche Tennisspieler aller Zeiten gegen den 45 Jahre alten Borg nun in neuer, eigener Kleider- Kollektion zunächst im weißen, dann im schwarzen Dress - und zeigte auch alte Stärken. Gegen das noch immer druckvolle Spiel des Leimeners hatte der fünffache Wimbledon-Sieger, der wie Becker das bedeutendste Ereignis auf Rasen maßgeblich prägte, insgesamt nicht mehr die Mittel. "Er hat den Ball bis zu seiner Verletzung sehr gut getroffen", stellte Borg denn auch anerkennend fest.

"Wir haben richtig gutes Tennis gespielt, phasenweise"

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"Oldies" Boris Becker und Bjoern Borg

Doch brachte auch der Schwede auf dem von ihm ungeliebten Hartplatz was Fitness und Reaktionsvermögen anbelangt eine erstaunlicher Form mit auf den Platz und musste im ersten Durchgang nur ein Break zum 1:3 hinnehmen. Ein ums andere Mal flogen dem Deutschen die gefürchteten Grundschläge um die Ohren, wenn auch Borg dem Tempo seines aus einer anderen Tennis-Generation stammenden Kontrahenten nicht dauerhaft standhalten konnte.

Auch im zweiten Durchgang war Becker auf dem Dach des Einkaufszentrums von Graz nicht gewillt, vorzeitig zu gehen. Er nahm noch eine Auszeit beim Stand von 1:2, um den lädierten Oberschenkel untersuchen zu lassen. Kurz darauf war aber Schluss. Nur kurz musste der Veranstalter um die Fortsetzung der Becker-Spiele fürchten, nach einem Check beim Arzt stand fest, das wenigstens das Duell mit dem Australier Pat Cash stattfinden konnte.

Alfons Seidl, dpa

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Zuletzt geändert am 17. August 2001 10:48 von to

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