Fr 17.08.2001
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... Derby mit verkehrtem Tabellenbild
Cottbus-Spielmacher Miriuta stichelt
"Hertha hat vielleicht die besseren Einzelspieler, doch wir sind als Team stärker", stichelt beispielsweise der von seiner Virusgrippe genesene Spielmacher Vasile Miriuta. Auch psychologisch sehen sich Brandenburger im Vorteil. "Beim ersten Derby hatten wir zu großen Respekt vor der Kulisse im Olympiastadion und haben 1:3 verloren. Das wird jetzt nicht mehr passieren. Wir sind selbstbewusster und reifer geworden", meint Miriutas Teamkollege Bruno Akrapovic. "Hertha steht unter Druck. Wenn wir kein Tor zulassen, werden sie nervös", glaubt Miriuta.
Berlin: Schmach tilgen und Rangfolge korrigieren
Doch die Berliner brennen auf Revanche. "Wir haben eine Rechnung offen", erklärt Hoeneß. Zu sehr schmerzten Hertha die hämischen Kommentare nach dem Cottbus-Debakel ("Spreewaldgurken"), zu groß war der anschließende Wirbel mit der Kritik von Hertha-Aufsichtsratschef Rupert Scholz an Trainer Jürgen Röber ("Ich habe keine taktisches Konzept erkannt") als Höhepunkt. Auch deswegen lassen sich Röbers Spieler nicht von den flotten Sprüchen ihrer Energie-Kollegen verunsichern. Kapitän Michael Preetz will vielmehr schnellstens die Hierarchie in Region und Tabelle korrigieren: "Wir schlagen Cottbus, dann sind wir wieder voll im Kurs."
Trainer sind zurückhaltend: " ganz normales Spiel"
Zurückhaltender als ihre Kicker sind die beiden Trainer. "Das ist ein ganz normales Spiel, es geht nicht um letztes Jahr", meint Röber. Seine prekäre Situation nach der Pleite in Cottbus will der Coach nicht mehr kommentieren: "Entscheidend ist, dass wir einen ganz anderen Anspruch haben als Cottbus, und dem müssen wir gerecht werden." Röbers Gegenüber Eduard Geyer, sonst nicht auf den Mund gefallen, überlässt das Ballyhoo lieber seinen Spielern: "Wichtig ist der gute Start. In Berlin treten wir dennoch ganz eindeutig als Außenseiter auf."
Michael Kölmel, sid
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