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Fr 17.08.2001
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| Bleiben seine Hoffnungen auf der Strecke?: David Coulthard |
Michael Schumacher zeigte schon im freien Training am Freitag, dass er seinen vierten Titel nach 1994, 1995 und 2000 im Eiltempo gewinnen will. Der Ferrari-Star, der die Gesamtwertung vor dem 13. von 17 WM-Läufen mit 37 Punkten vor dem Schotten David Coulthard anführt, legte beim ersten Kräftemessen die Bestzeit vor. Dagegen kam sein einziger WM-Rivale wegen eines defekten Unterbodens am McLaren-Mercedes nicht über Rang zehn hinaus.
Sollte Schumacher am Sonntag drei Punkte mehr holen als der Schotte, steht er als alter und neuer Weltmeister fest. Bruder Ralf fuhr im Williams-BMW auf Platz vier. Nick Heidfeld landete im Sauber auf Position acht. Sein Mönchengladbacher Ortsrivale Heinz-Harald Frentzen enttäuschte bei seiner Prost-Premiere auf Platz 14.
Schumacher: WM gewinnen "je früher, desto sicherer"
Michael Schumachers Devise für dieses Jahr ist kurz und bündig: WM gewinnen, schnell abhaken. "Je früher, desto sicherer bist du. Da kann man dann auf zwei Ebenen arbeiten: das alte Auto zurückstellen und die Entwicklung mit dem neuen vorantreiben", sagt der Champion. Schließlich stellt der BMW-Williams-Rennstall von Bruder Ralf schon beim nächsten Rennen am 2. September in Spa ein für angeblich 6,7 Millionen Mark modernisiertes neues "Kraftpaket" vor.
Ralf: " WM-Titel soll im nächsten Jahr unser Ziel sein"
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| Will dem großen Bruder die vorzeitige WM-Fete vermasseln: Ralf Schumacher |
Schon jetzt sagt Bruder Ralf dem Ferrari-Star den Kampf an: "Wenn wir so weitermachen, sollte der WM-Titel schon im nächsten Jahr unser Ziel sein." Bruderkampf ja, aber Bruderkrieg nein. "Wir sind beide sehr ehrgeizig, aber wenn es darauf ankommt, kennen Michael und ich sehr wohl die Grenzen", sagt Ralf Schumacher. Am Sonntag will er dem großen Bruder erstmal die vorzeitige WM-Fete vermasseln: "Michael wird Weltmeister, aber mit einem Sieg könnten wir es noch etwas hinauszögern."
Niki Lauda: "Michael ist der Beste"
Dass Ralf Schumachers Vorhaben gelingt, glaubt am Hungaroring kaum einer. "Michael ist der Beste. Er wird es hier perfekt machen", sagte der dreimalige Weltmeister und Jaguar-Teamchef Niki Lauda. Bei den Wettfans ist der Deutsche mit einer Quote von 2:1 ohnehin klarer Favorit. Zudem wohnt Michael Schumacher angeblich in der Budapester Innenstadt in der gleichen Suite wie zuvor Fußball-Teamchef Rudi Völler, der beim Länderspiel gegen Ungarn (5:2) schon sein Erfolgserlebnis hatte.
Jordan: Thema Frentzen abgehakt
Derweil bekundeten Frentzen und sein ehemaliger Teamchef Eddie Jordan, dass sie ihre Schlammlacht zumindest in Ungarn nicht mehr fortsetzen wollen. "Das Thema ist abgehakt, Fragen dazu beantworte ich nicht mehr. Wir schauen nach vorn, und da freue ich mich, dass ich in Jean Alesi den besten Piloten bekommen habe, der auf dem Markt war", sagte der Ire.
Die Auseinandersetzung von Jordan und Frentzen wurde jedoch nur vertagt und wird wohl im Gerichtssaal fortgesetzt. "Sie haben mich gefeuert. Das geht mit Sicherheit vor Gericht", meinte Frentzen. Auch der Mönchengladbacher sieht momentan keinen Gesprächsbedarf. Seine Anwälte wollen angeblich rund 37 Millionen Mark von Jordan einklagen. Jordan hatte Frentzen vier Tage vor dem Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring ohne genaue Angabe von Gründen fristlos entlassen. Den Platz des Deutschen nimmt ab Ungarn im fliegenden Wechsel der bisherige Prost-Pilot Jean Alesi ein.
Lars Becker , sid
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH |
Zuletzt geändert am 17. August 2001 15:46 von to