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Sa 18.08.2001
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Hamburger SV - 1. FC Kaiserslautern 2:3 (0:3)"Kurzarbeit" reichte Pfälzern zum ErfolgHamburg - Vier Spiele, vier Siege, zwölf Punkte, zweiter Tabellenplatz: Die nackten Zahlen könnten für den 1. FC Kaiserslautern nach dem vierten Spieltag der Fußball-Bundesliga kaum besser ausfallen. Beim 3:2 (3:0)-Erfolg über den Hamburger SV zeigten die Pfälzer vor 42.073 Zuschauern in der AOL-Arena jedoch nur eine 45-minütige "Kurzarbeit" und mussten folglich bis zum Ende um ihren "Dreier" bangen.
"In der ersten Halbzeit war die Leistung meiner Mannschaft absolute Weltklasse. Für die zweite Halbzeit muss ich sie aber kritisieren. Da haben wir uns viel zu weit hinten rein drängen lassen", lautete das treffende Fazit von Lauterns Teammanger Andreas Brehme. Hatte seine Mannschaft die Hamburger im ersten Spielabschnitt streckenweise an die Wand gespielt und sich durch Treffer des starken brasilianischen Neuzugangs Lincoln (18., 22.) sowie des Luxemburgers Jeff Strasser (28.) ein vermeintlich beruhigendes Polster geschaffen, rissen die Hanseaten im zweiten Spielabschnitt die Begegnung geradezu an sich. "Es waren zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Erst waren wir grottenschlecht, dann haben wir richtig Gas gegeben. Laut erster Halbzeit steht Lautern zurecht da oben, nach der zweiten sicher nicht", erklärte ein enttäuschter HSV-Kapitän Nico-Jan Hoogma, der mit seinem Anschlusstreffer in der 56. Minute noch einmal für Hoffnung bei dem Gastgebern gesorgt hatte. Erik Meijer konnte mit seinem Tor zum 2:3 (64.) jedoch nur noch weiter verkürzen. Hoogma (87.) und Marinus Bester (90.) verwerteten anschließend gute Ausgleichschancen nicht. Lincoln mit der eigenen Leistung "sehr zufrieden" "Ich bin froh, dass wir trotz des Drucks doch noch gewonnen haben. Mit meiner eigenen Leistung bin ich sehr zufrieden. Es werden aber sicher auch noch schwierige Zeiten kommen, deshalb bleibe ich auf dem Boden", meinte Doppel-Torschütze Lincoln, der seine ersten beiden Bundesliga-Treffer erzielte. Auch Brehme wollte angesichts des besten Saisonstarts der Vereinsgeschichte nicht in Euphorie verfallen: "Wir freuen uns über diesen Rekord - mehr aber auch nicht. Erreicht haben wir schließlich noch gar nichts. Wir müssen in unserem Spiel noch viele Fehler abbauen." Der HSV droht mit mageren vier Pünktchen hingegen wieder dort weiterzumachen, wo er in der vergangenen Saison aufgehört hatte. "Wie es jetzt aussieht, droht uns wohl das Mittelmaß", sagte Hoogma und Trainer Frank Pagelsdorf erklärte: "Wir können mit dem Saisonstart nicht zufrieden sein und müssen die verloren gegangenen Punkte aufholen. Dabei sollten wir an die Leistung der zweiten Halbzeit anknüpfen." Da schaute sich Zehn-Millionen-Mann Jörg Albertz die Partie bereits von der Seitenlinie an. Der Neuzugang vom schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers wirkte bis zu seiner Auswechslung nach 45 Minuten wie ein Fremdkörper in der Mannschaft, der im taktischen Konzept vergebens seinen Platz suchte. Pagelsdorf ironisch: "Er hat eine Zwischenposition gespielt." sid - Foto: AP [an error occurred while processing this directive] |
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Zuletzt geändert am 18. August 2001 21:07 von aj |
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