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Sa 18.08.2001
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| Am Abend hatte die Feuerwehr den Brand in den sechsstöckigen Hotel gelöscht. |
Viele Opfer wurden in Badezimmern gefunden, in die sie sich offenbar vor dem Qualm und den Flammen geflüchtet hatten. 18 Menschen konnte die Feuerwehr retten, indem sie die Gitter vor den Fenstern durchsägte. Zwei Menschen retteten sich durch einen Sprung aus dem Hotel vor dem Feuer.
In dem Hotel der unteren Preiskategorie waren zum Zeitpunkt des Brandes nach Polizeiangaben 236 Gäste registriert, 172 von ihnen besuchten eine religiöse Versammlung des amerikanischen Geistlichen Don Clowers. Einige Gäste berichteten, sie hätten nur 300 Pesos (knapp 13 Mark/sieben Euro) für die Übernachtung bezahlt. In den Räumen im dritten Stock lagen Matratzen dicht an dicht auf dem Fußboden - ein Zeichen dafür, dass das Manor Hotel möglicherweise überbelegt war.
Hinter Eisgengittern eingeschlossen
Das Fernsehen zeigte Bilder von schreienden Hotelgästen, die hinter den Fenstergittern um Hilfe riefen. "Zweifellos hätten ohne diese Eisengitter mehr Menschen gerettet werden können", sagte Bürgermeister Feliciano Belmonte. Ein Amerikaner erzählte, er habe versucht, sein Zimmer im vierten Stock zu verlassen, aber die Hitze habe ihn zurückgehalten. Er habe schließlich die Lüftung aus der Wand gerissen, um zu einem Notausgang zu gelangen. "Ich weiß nicht, wie viele herausgekommen sind", sagte Eugene Schwebler. "Das Licht ging aus, und wir hörten die Menschen schreien."
Die 21-jährige Daisy Toledo berichtete, sie sei in der Nacht aufgewacht, um in der Toilette außerhalb ihres Zimmers einen Schluck Wasser zu trinken. "Das hat mir das Leben gerettet", sagte sie, denn wenn sie noch im Bett gewesen wäre, hätte sie nicht vor den Flammen flüchten können. Toledo gehörte zu den 18 Personen, die von der Feuerwehr aus dem Gebäude gerettet wurden.
Die meisten Todesopfer sind Philippiner
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| Ein Brandschutzexperte untersucht die Innenräume des ausgebrannten Hotels. |
Bei den meisten Todesopfern handelt es sich um Philippiner. Laut Feuerwehr starben sie an Rauchvergiftung oder erstickten. Ob auch Ausländer in den Flammen umkamen, war zunächst unklar. Es war die schwerste Brandkatastrophe auf den Philippinen seit dem Feuer in einer Discothek im Jahr 1996, bei dem 160 Menschen starben. Die Behörden gingen davon aus, dass es sich um das folgenschwerste Hotelfeuer in der Geschichte des Landes handelt.
Ermittlungen aufgenommen
Nach Angaben des Bürgermeisters wurden die Verantwortlichen bereits vor einiger Zeit auf die unzureichenden Sicherheitsbestimmungen aufmerksam gemacht. Die Behörden nahmen Ermittlungen wegen Verstoßes gegen die Brandschutzgesetze auf. Der Brandschutzbeauftragte von Quezon wurde unmittelbar nach der Katastrophe seines Amtes enthoben. Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo besuchte Verletzte in einem Krankenhaus und sprach mit Hinterbliebenen der Opfer.
AP - Fotos: AP
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Zuletzt geändert am 18. August 2001 11:04 von aj