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Fr 14.09.2001

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Bush hat freie Hand
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Bush hat freie Hand für Militärschlag
Zahl der deutschen Opfer noch unklar
Kundgebung vor dem Brandenburger Tor: 200.000 trauern
Iraner sorgte für Wirbel: Angebliche Hinweise an CIA
Hintergrund: Der "Heilige Krieg" der Islam-Fundementalisten
Grafik: Afghanistan - Bevölkerung und Industrie
Flugverkehr nach USA läuft schleppend wieder an
Bürgermeister Giuliani wird zum strahlenden Helden

Kundgebung vor dem Brandenburger Tor:

Rund 200.000 trauern um Terror-Opfer

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"Amerika steht nicht allein", demonstrierten Hunderttausende in Berlin.

Berlin - Rund 200.000 Menschen haben am Freitag vor dem Brandenburger Tor in Berlin um die Opfer der verheerenden Terroranschläge auf die USA getrauert. Bundespräsident Johannes Rau versicherte dem amerikanischen Volk die Verbundenheit aller Deutschen und rief zur Einheit der Völker auf. "Amerika steht nicht allein." Die Ziele der Mörder hätten in New York und Washington gelegen. "Getroffen aber sind alle Menschen, weltweit".

Der amerikanische Botschafter Dan Coats bedankte sich für die Solidarität der Deutschen. Das zeige, "dass sich Amerika keinen loyaleren und zuverlässigeren Freund wünschen kann", sagte er. "Amerika wird dies hier nie vergessen."

Zu der Kundgebung unter dem Motto "Keine Macht dem Terror - Solidarität mit den Vereinigten Staaten von Amerika" hatten alle Bundestagsparteien sowie zahlreiche Vereine, Institutionen und die Gewerkschaften aufgerufen. Zu den Teilnehmern zählten Bundeskanzler Gerhard Schröder, die Bundesminister, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sowie die Vorsitzenden der Bundestagsparteien.

Rau: Wer in Würde lebt, wird kein Selbstmordattentäter

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Außenminister Joschka Fischer, Bundeskanzler Gerhard Schröder, US-Botschafter Daniel Coats und Bundespräsident Johannes Rau (v.l.) bei der Kundgebung.

Der Bundespräsident rief dazu auf, nicht ganze Religionen oder Völker als schuldig für die Anschläge zu verdammen. Der beste Schutz vor Terror sei eine gerechte internationale Ordnung, führte Rau weiter aus. Die Missachtung religiöser Gefühle nehme den Menschen Hoffnung und Würde. "Das verführt manche zu Gewalt und Terror." Wer in Würde und Zuversicht lebe, aus dem werde kaum ein Selbstmordattentäter, meinte der Bundespräsident.

Rau erinnerte auch an die Worte des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy. "Allen, die seit langem unsere Verbündeten sind und mit denen uns kulturelle und geistige Wurzeln verbinden, sichern wir die Solidarität eines treuen Freundes zu", zitierte er Kennedy. Auf diese Loyalität könne auch Amerika bauen, unterstrich Rau. Er schloss seine Ansprache mit den Worten: "Wenn die Nationen der Welt vereint zusammenstehen, dann wird der Terror keine Macht über uns gewinnen."

Starke Sicherheitsvorkehrungen

Die Veranstaltung fand unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt. Der Luftraum über dem Brandenburger Tor war nach Angaben der Flugsicherung im Umkreis von rund 2,5 Kilometern für den Flugverkehr gesperrt. Auch die Kuppel des Reichstags blieb für Besucher geschlossen. Die Polizei war mit rund tausend Beamten im Einsatz.

AP - Fotos: AP

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Zuletzt geändert am 14. September 2001 18:13 von aj

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