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Fr 14.09.2001

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Bush hat freie Hand für Militärschlag
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Flugverkehr nach USA läuft schleppend wieder an
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Erste Maschinen von US-Gesellschaften fliegen nach Übersee:

Flugverkehr läuft schleppend wieder an

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Zahllose Urlauber und Reisende mit dem Ziel USA sitzen am Frankfurter Flughafen fest. Nach den Terroranschlägen fliegen bis auf American Airlines und Delta keine Fluggesellschaft Flughäfen in den USA an.

Frankfurt/London - Drei Tage nach den Terror-Anschlägen in den USA ist der Flugverkehr zwischen Europa und den Vereinigten Staaten schleppend wieder angelaufen. Der überwiegende Teil der Maschinen blieb aber weiterhin am Boden, da der Flugraum der USA für ausländische Gesellschaften gesperrt blieb.

Die erste Maschine von American Airlines aus den USA nach Europa landete am frühen Vormittag in London. Von Deutschland aus flogen zwei Flugzeuge der Gesellschaft von Frankfurt am Main ab. United Airlines wollte am Nachmittag drei Verbindungen anbieten. Für die Selbstmord-Attentate am Dienstag hatten die Terroristen Maschinen von United und American Airlines enführt. Für europäische Fluggesellschaften war es weiterhin nicht erlaubt, Ziele in den USA anzufliegen. Die Lufthansa strich deshalb am Freitag erneut 25 Verbindungen.

Auch am Wochenende Behinderungen

Die am Freitag von Frankfurt am Main gestarteten Maschinen von American Airlines flogen nach Dallas und Chicago. United Airlines wollte im Laufe des Nachmittags von Frankfurt nach Denver und Washington sowie von Düsseldorf nach Chicago fliegen. Die Fluggesellschaft bietet nach Angaben eines Sprechers normalerweise pro Tag von Deutschland aus acht Flüge in die USA an. Diese könnten aber noch nicht alle durchgeführt werden, da der Flugverkehr in der USA noch immer eingeschränkt sei. Der Sprecher rechnete auch am Wochenende noch mit Behinderungen. Von London hob direkt nach den EU-weiten Gedenkminuten an die Opfer der Attentate in New York und Washington ein American-Airlines-Flugzeug in Richtung Chicago ab. Auch von Paris und Rom starteten US-Maschinen ihren Flug über den Nordatlantik.

Keine Lufthansa-Flüge

Der Luftraum in den Vereinigten Staaten blieb am Freitag zunächst weiter nur für US-Fluggesellschaften offen. Die Deutsche Lufthansa konnte deshalb erneut keine Flüge in die USA anbieten. Von den erneuten Ausfällen waren rund 16.000 Passagiere betroffen. Es kehrten allerdings fünf der elf Lufthansa-Maschinen wieder nach Deutschland zurück, die nach den Attentaten am Dienstag in Kanada zwischenlanden mussten. Eine sechste Maschine war nach Angaben einer Sprecherin am Nachmittag unterwegs. Zahlreiche Passagiere saßen aber weiterhin in Kanada fest, unter ihnen auch die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU). Ob Maschinen am Freitag noch Flugzeuge von Deutschland nach Kanada fliegen konnten, war zunächst noch offen.

Keine Entwarnung in Sicht

Auch für die kommenden Tage ist keine Entwarnung in Sicht: Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) schloß für den Fall eines Vergeltungsschlags der USA Einschränkungen für die zivile Luftfahrt und den übrigen Reiseverkehr in Deutschland nicht aus. Es gebe zwar zur Zeit keine Einschränkungen im Luft- und Reiseverkehr, sagte Schily der Zeitschrift "Bunte". "Aber das kann sich sofort ändern, wenn die USA militärisch reagieren."

Drei Tage nach den verheerenden Anschlägen stand die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen im Flugverkehr weiter im Vordergrund. Air France kündigte an, künftig auch Sicherheitsbeamte an Bord einzusetzen. Die Beamten sollen ausgewählte Flüge begleiten. Die Fraport AG als Betreiber des Frankfurter Flugafens erklärte, sie stehe im engen Kontakt mit den zuständigen Behörden und den Sicherheitsfachleuten der Airlines, um den "ohnehin hohen Sicherheitsstandard" weiter zu optimieren. Einigkeit bestehe aber zwischen allen Beteiligten, die ergriffenen und geplanten Maßnahmen nicht in der Öffentlichkeit darzustellen. Diese könnten sonst "unter Umständen mit krimineller Energie unterlaufen und wirkungslos werden".

AFP - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 14. September 2001 16:14 von aj

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