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Ältestenrat entscheidet: Münchner Oktoberfest wird nicht abgesagt

Keine "Wiesn" wie jede andere

München - Die Stadt München hat sich gegen eine Absage des Oktoberfestes entschieden. Der Ältestenrat der Landeshauptstadt beriet in einer Sondersitzung im Rathaus, ob sich das Fest mit der Trauer über die Terroranschläge in den USA vereinbaren lässt. Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) hatte vor der Sitzung erklärt, dass es kein Oktoberfest wie gewohnt sein werde, sondern eine "überschattete Wiesn".

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Nachdenkliche Gesichter bei den Aufbauarbeiten zum Oktoberfest. Die "Wiesn" soll aber stattfinden.

Ude sagte, einerseits sei es eine Frage der Pietät, ob nach dem größten Terroranschlag der Welt das größte Volksfest der Welt stattfinden und aus München Bilder der Fröhlichkeit gesendet werden könnten. Zudem könnte bei einem amerikanischen Gegenschlag die Sicherheit auf der Wiesn in Frage gestellt sein. Andererseits dürfe es man dem Terror nicht erlauben, das ganze Leben lahmzulegen. Auch nach dem Olympia-Attentat 1972 und nach dem Bombenanschlag auf der Wiesn selbst 1980 sei das Oktoberfest nicht abgesagt worden. Am Rande müssten auch die wirtschaftlichen Interessen der Wirte, Kellnerinnen und Schausteller berücksichtigt werden.

Auch nach Olympia-Attentat 1972 keine Absage

Bereits am Donnerstag hatte sich Stuttgart für die Ausrichtung des Cannstatter Volksfestes ausgesprochen. Beide Volksfeste finden vom 22. September bis zum 7. Oktober statt. Zum Oktoberfest wurden bis zu den Ereignissen in Amerika mehr als sechs Millionen Besucher erwartet. Festzelte und Fahrgeschäfte sind weitgehend aufgebaut. Das letzte Mal war die Wiesn wegen des Zweiten Weltkriegs abgesagt worden.

Stadtrat trifft endgültge Entscheidung

An der Ältestenratssitzung nahmen neben Ude die Bürgermeister Gertraud Burkert (SPD) und Hep Monatzeder (Grüne) sowie die Spitzen der Stadtratsfraktionen, Experten der Polizei und des Verfassungsschutzes teil. Die endgültige Entscheidung wird voraussichtlich der gesamte Stadtrat in einer Sondersitzung am nächsten Mittwoch treffen.

AP - Foto: dpa

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Zuletzt geändert am 14. September 2001 11:27 von sab

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