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Alternativ-Preis für "Gush-Shalom"
Special: 100 Jahre Nobelpreis

Einsatz für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern:

Alternativer Nobelpreis für "Gush Shalom"

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Die israelische Friedensgruppe "Gush Shalom" informiert im Internet über ihre Arbeit.

Stockholm - Die israelische Friedensgruppe "Gush Shalom" und ihre Gründer Uri sowie Rachel Avnery haben am Donnerstag in Stockholm den "Alternativen Nobelpreis" zusammen mit drei weiteren Preisträgern aus Großbritannien, Brasilien und Venezuela zuerkannt bekommen.

Die "Stiftung für richtiges Leben" ("Right Livelihood Award Foundation") begründete die Vergabe mit dem Einsatz der 1993 gegründeten Gruppe für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern.

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Uri Averny gilt seit Jahrzehnten als einer der profiliertesten politischen Stimmen in Israel für die Anerkennung des Staates Palästina.

Der 1933 als Kind deutscher Juden als 10-Jähriger nach Palästina gekommene Uri Averny gilt seit Jahrzehnten als einer der profiliertesten politischen Stimmen in Israel für den völligen Rückzug aus den besetzten palästinensischen Gebieten, die Anerkennung des Staates Palästina sowie das sofortige Ende aller israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten.

"Hilfe für die Armen"

Die insgesamt mit 2 Millionen Kronen (410.000 Mark/215.000 Euro) dotierte Auszeichnungen wurde wie üblich unter vier Preisträgern geteilt. Ein Preis ging dabei an den brasilianischen Befreiungstheologen Leonardo Boff. Die Jury hob Boffs "wegweisende Einsichten in die Zusammenhänge zwischen menschlicher Spiritualität und sozialer Gerechtigkeit" sowie seinen "jahrzehntelangen Einsatz bei der Hilfe für die Armen" heraus. Der Theologe hat sich weltweit als scharfer Kritiker der katholischen Amtskirche und ihrer Führung in Rom einen Namen gemacht.

"Heilmittel gegen den Terrorismus"

Link:

  • "Gush-Shalom"

  • Der deutsch-schwedische Stifter der "Alternativen Nobelpreise", Jakob von Uexküll (57), bezog sich bei der Vorstellung der Preisträger auch auf die Ereignisse seit den Terroranschlägen in den USA und erklärte, die in diesem Jahr Ausgezeichneten hätten ihr Leben auf verschiedene Weise der Aufgabe gewidmet, "Gerechtigkeit, Versöhnung und die Durchsetzung der Menschenrechte als einzige Heilmittel gegen den Terrorismus" voranzubringen. Von Uexküll meinte weiter: "Wir wollen in dieser Zeit voller Trauer Angst und Unsicherheit positive Wege nach vorne zeigen."

    Auszeichnung für gewaltfreie Aktionen

    Die britische Anti-Atom-Gruppe "Trident Plughshares" ("Trident Pflugscharen") erhielt einen Preis für ihre "modellhaften transparenten, direkten und gewaltfreien Aktionen" gegen Atomwaffen. Die 1998 gegründete Organisation verlangt den Abbau des britischen Arsenals an Trident-Atomwaffen, versteht sich als Teil der weltweiten Bewegung "Schwerter zu Pflugscharen" und führt Kampagnen zivilen Ungehorsams an Militäreinrichtungen durch.

    Aufbau von Kinder- und Jugendorchestern

    Den vierten Teil des Preises erhält der Venezolaner Jose Antonio Abreu für den Aufbau eines landesweiten Systems von Kinder- und Jugendorchestern. Damit habe er "die Freuden und Gaben der Musik zahllosen Kindern und Gemeinden, darunter vor allem den Armen, nahe gebracht."

    Letzter deutscher Preisträger eines Alternativen Nobelpreises war 1999 der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer, der für sein Engagement zur Anwendung umweltfreundlicher Windkraft ausgezeichnet wurde. Uexküll hatte für die Finanzierung des Preises eine ererbte Briefmarkensammlung in Millionenwert verkauft.

    dpa - Screenshot: red - Foto: dpa

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    Zuletzt geändert am 4. Oktober 2001 14:54 von aj

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