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zurückblättern  ... Anschläge in den USA werfen Schatten

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Bücher und elektronische Medien - auf rund 40 000 Quadratmetern stellen die Verlage in Frankfurt ihre Neuheiten vor.

Zur größten Buchmesse der Welt werden vom 10. bis 15. Oktober in Frankfurt rund 300 000 Bücherfreunde erwartet. Knapp 7000 Verlage aus 105 Ländern wollen auf 2000 Veranstaltungen mehr als 400 000 gedruckte und elektronische Produkte rund um Buch und Comic präsentieren. Mittlerweile bietet ein Drittel aller Aussteller elektronische Produkte wie E-Books, Software oder CD-ROMs an. Ein weiterer Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Reihe "Frankfurt in Crime" mit Lesungen und Diskussionen bekannter Krimiautoren.

Wegen der US-Angriffe rechne er mit Reaktionen von Schriftstellern und Verlagen oder auch Protestkundgebungen, sagt Rudolf. "Aber wir wollen keine Schwarzmalerei betreiben. Ich bin überzeugt, dass es eine friedliche Messe wird." Die Anschläge auf das New Yorker World Trade Center und das Pentagon schüren allerdings bei ihm wie bei manchen Verlagen die Sorge vor Trittbrettfahrern und Unruhestiftern.

Isabel Allende und Amy Tan sagen Europa-Reise ab

Die Buchmesse wolle sich von den "feigen Terror-Anschlägen nicht in die Knie zwingen lassen", lautete Rudolfs Begründung, die Messe nicht abzusagen. In der Buchwelt herrsche nach den Attentaten die Überzeugung "Jetzt erst recht". Bisher hat nur etwa ein halbes Dutzend kleinerer US-amerikanischer Verlage abgesagt. Afghanische Aussteller sind auf der Messe ohnehin nicht vertreten. Zwar wird erstmals der Kölner Taschen Verlag nicht an der Messe teilnehmen, doch hat dessen Absage nichts mit den USA zu tun. Taschen sieht in dem Messerummel keinen Sinn mehr, der Nutzen stehe in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Mit Isabel Allende und Amy Tan haben jedoch zwei prominente Schriftstellerinnen ihre Europa-Reise zur Buchmesse abgesagt. Allende, die wie Tan in den Staaten lebt, habe angesichts der Attentate den Flug gescheut, hieß es bei Suhrkamp. Auch Comic- Künstler Art Spiegelman, Schöpfer der "Maus"-Comics, fliegt nicht nach Frankfurt. Der Verlag Gräfe und Unzer verzichtet wegen der Ereignisse in den USA auf seine alljährliche "Feinschmecker"-Party. Aus anderen Gründen gibt es in diesem Jahr auch den traditionellen großen Empfang bei Bertelsmann nicht. Bertelsmann bittet nun bei kleineren Veranstaltungen der Töchter Bertelsmann Club und der Buchsparte Random House zu Tisch.

Jürgen Habermas erhält Friedenspreis

Grünen-Politiker Cem Özdemir versucht sich als Entertainer mit einer verballhornten Fassung von "Romeo und Julia".

Neu ist das äußere Erscheinungsbild der Messe: Das Geschehen ist enger um den zentralen Platz, die Agora, gruppiert. Dank der neuen Halle 3 und einer veränderten Hallenaufteilung wird die Messe kompakter, die Wege werden kürzer. Das Gastland Griechenland ist mit etwa 70 Verlagen und 60 Autoren vertreten. Neben der Präsentation "Neue Wege nach Ithaka" auf der Messe ist ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm in der Stadt geplant. Eröffnet wird die Messe am 9. Oktober von Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem griechischen Staatspräsidenten Constantinos Stephanopoulos.

Einer der Messe-Höhepunkte ist am Messesonntag (14. Oktober) die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Jürgen Habermas. Laudator ist Jan Philipp Reemtsma. Bundespräsident Johannes Rau will anschließend auf der Messe sein Buch "Geschichte in Porträts" vorstellen. Sein Amtsvorgänger Richard von Weizsäcker präsentiert mit dem EU-Beauftragten für gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, ein Buch über die Friedenstruppe KFOR. Grünen-Politiker Cem Özdemir versucht sich als Entertainer mit einer verballhornten Fassung von "Romeo und Julia" in breitestem Schwäbisch. Hera Lind serviert Kostproben aus ihrem neuen Roman, und Ralph Siegels neue Freundin Naddel macht Werbung für ihr Kochbuch.

Nicola Prietze, dpa

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Zuletzt geändert am 8. Oktober 2001 12:01 von hej

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