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Di 09.10.2001
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DNA-Analyse bestätigt Identität - Genaue Todesursache noch unklar:Adelina (10) wurde missbraucht und ermordetBremen - Mehr als ein Vierteljahr nach dem spurlosen Verschwinden der zehnjährigen Adelina aus Bremen steht fest: Das Mädchen ist einem Sexualverbrechen zum Opfer gefallen. Die DNA-Analyse von Körperzellen beseitigte nach Polizeiangaben am Dienstag alle Zweifel an der Identität der am Sonntag nahe Bremen gefundenen Kinderleiche. Die genaue Todesursache teilte die Polizei noch nicht mit, die Spuren am Körper lassen aber auf ein Sexualverbrechen schließen. Die stark verweste Leiche war am Sonntag in einem Wäldchen in der niedersächsischen Gemeinde Weyhe entdeckt worden. Eine Pilzsammlerin hatte den Körper in einem blauen Plastiksack entdeckt. Der lag drei Kilometer vom Bremer Stadtteil Kattenturm entfernt, aus dem Adelina verschwunden war. Das aus einer deutsch-russischen Familie stammende Mädchen war von einem kurzen Besuch bei seinem Urgroßvater nicht nach Hause zurückgekehrt. Der Verdacht, dass Adelina von ihrem in Sibirien lebenden Vater entführt worden sein könnte, bestätigte sich nicht. Den vorübergehend festgenommenen Stiefvater des Kindes setzte die Polizei schnell wieder auf freien Fuß, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärtete.
Suchaktionen blieben erfolglos Großangelegte Suchaktionen blieben erfolglos. Am 30. Juli hatten zwei "Tornados" der Bundeswehr ein 200 Quadratkilometer großes Areal nahe dem Heimatstadtteil Adelinas mit Wärmebildkameras abgesucht. Dabei hatten sie auch den Leichenfundort überflogen. Die Aufnahmen lieferten später aber keinen Hinweis auf die Stelle. Mitte Juli sendete das ZDF in "Aktenzeichen XY... ungelöst" einen Appell der Mutter in russischer Sprache, in dem sie um Hilfe bei der Suche nach Adelina bat. Gezeigt wurde ein Schlüsselanhänger, den das Mädchen bei sich trug. Die Sonderkommission erhielt mehr als 500 Hinweise und überprüft seit Monaten bereits Sexualstraftäter und mögliche Verbindungen zu Sexualdelikten in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Soltau-Fallingbostel. Zusammenhang mit Fall "Dennis" unwahrscheinlich Ein Zusammenhang zum Fall "Dennis" wird nach Polizeiangaben geprüft, gilt aber als wenig wahrscheinlich. Der Neunjährige war in der Nacht zum 5. September aus einem Schullandheim bei Bremen verschwunden. Er wurde vor zweieinhalb Wochen 40 Kilometer entfernt erstickt aufgefunden. AP - Fotos: Archiv, dpa |
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Zuletzt geändert am 9. Oktober 2001 11:59 von aj |
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