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Surftipp: Trash-Kultur im Internet

Der Blödsinn treibt elektronische Blüten

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Das Internet gilt als nutzbringendes Medium: Es liefert Informationen rund um die Uhr, ermöglicht das Einkaufen in aller Welt und erlaubt die Kontoführung vom heimischen Schreibtisch aus. Doch es bietet auch jede Menge Platz für kompletten Unsinn.

Die Beliebtheit von Websites mit liebevoll zusammengestellten Datenbeständen zum Thema skurrile Frisuren oder bizarren Bildern von dekorierten Betrunkenen zeigt, dass elektronischer Trash durchaus seine Anhänger findet.

Volahiku oder Vokuhila?

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Trio mit Traumfrisuren: unter fiese- scheitel. de findet man zahlreiche Beispiele für die Irrungen und Wirrungen des Zeitgeschmacks.

Kultstatus hat mittlerweile die schräge Frisurengalerie erreicht. Rund 400 000 Besucher haben sich seit dem Start im vergangenen Jahr beispielsweise an den Haarmatten der WM-Fußballer von 1978 erfreut oder an umstrittenen Styling-Variationen wie dem "Vokuhila" (Vorne kurz, hinten lang). Zusätzlich gibt es ein Glossar mit den wichtigsten Fachbegriffen sowie ein fiese-scheitel-memory zum downloaden.

"Ich will die Leute zum Schmunzeln bringen", sagt "Oberscheitel" Marcus Bruhne, Gründer von fiese-scheitel.de. Kommerzielle Motive verfolge er nicht, und der Erfolg der Frisuren-Galerie sei keineswegs geplant gewesen. Viele der Haar-Skurrilitäten findet der 25-jährige Student der Kommunikationstechnologie aus Wuppertal auf Flohmärkten: "Mein größter Fundus sind Schallplattencover und alte Fußball-Alben." Immer häufiger würden ihm auch Privatleute Fotos zusenden - in der Hoffnung, in der "Hall of Scheitel" aufgelistet zu werden.

Ein Heim für Butterbrote

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Ob mit Banane, Nutella oder Salami - auf der Website zur Rettung des Butterbrotes ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Ein weiteres Beispiel für elektronische Albernheiten ist die Website zur Rettung des Butterbrotes von Alexander Hüsing. "Das Butterbrot ist eine bedrohte Spezies und durch Baguette, Sandwich, Croissant und schnelle Snacks vom Aussterben bedroht", sagt der Journalist aus Heidelberg. Aus diesem Grund sucht er Gleichgesinnte, "die sich ebenfalls outen und öffentlich zum Butterbrot bekennen".

Fans und Interessierte finden Literatur zum Thema, zum Beispiel Ode an mein Butterbrot oder Butterbrot-Beat. Außerdem gibt es jede Menge Infos rund um das tägliche Brot, Diäten, eine Parade der zwanzig schönsten Stullen und natürlich Rezepte: Unter der Rubrik "scharfe Schnitte" finden sich unter anderem Varianten mit Zungenwurst und Curry-Ketchup, Banane oder "Gurkenmatsch". Liebhaber können die Butterbrote sogar "adoptieren".

"Wer blickt da noch durch?"

Für Orientierung in der virtuellen Müllkippe Internet sorgen Kataloge, die sich auf Trash-Seiten spezialisiert haben. Netdreck.de bietet Links zu peinlichen privaten Homepages oder bemerkenswerten Firmen-Websites. Gekürt wird dort auch der Nestbeschmutzer des Monats. Zahlreiche Trash-Seiten liefert auch trash-online. Die aufgelisteten Einträge sind jeweils kurz charakterisiert. (hej)

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Zuletzt geändert am 14. Oktober 2001 17:31 von jo

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