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Do 18.10.2001
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DFB-Elf: Teamchef hakt Deisler ab - Nowotny und Jancker verletzt:Völler behält einen kühlen KopfRund drei Wochen vor den Spielen des Jahres häufen sich die Hiobsbotschaften für Rudi Völler, aber der DFB-Teamchef behält kühlen Kopf. "Mit solchen Nachrichten muss man in dieser Saisonphase rechnen.
Es ist aber besser, dass sich jetzt einer verletzt als in vierzehn Tagen, denn dann bestünde gar keine Hoffnung mehr", sagte Völler am Donnerstag und reagierte relativ gelassen auf die Verletzungen von Jens Nowotny und Carsten Jancker. Sowohl hinter dem Abwehrspieler von Bayer Leverkusen als auch hinter dem Stürmer von Bayern München stehen für die beiden WM-Relegationsspiele gegen die Ukraine (10. und 14. November) seit Mittwoch dicke Fragezeichen. "Die Verletzung von Jancker war schon ein harter Schlag, denn er hat zuletzt wieder gute Fortschritte gemacht", kommentierte Völler den gesundheitlichen Rückschlag des Bayern-Angreifers, der bereits am 6. Oktober gegen Finnland passen musste. Den 27-Jährigen plagt derzeit wieder eine Verletzung an der Sehne in der Fußsohle. Nowotny muss nur einige Tage pausieren Immerhin konnte Völler am Donnerstagmittag etwas aufatmen, als das Ergebnis der Kernspintomographie bei Nowotny bekannt wurde. Der befürchtete Meniskuseinriss wurde nicht bestätigt, dennoch muss der 33-malige Nationalspieler wegen einer Meniskusquetschung einige Tage pausieren. "Ich habe Hoffnung, dass Jens gegen die Ukraine spielen kann. Das sind solche Verletzungen, bei denen man einige Tage aussetzen muss, dann aber nach relativer kurzer Zeit wieder eingreifen kann", meinte Völler. Er vertraut den ausgezeichneten medizinischen Abteilungen von Bayer Leverkusen und dem DFB. Bayer-Manager Reiner Calmund stellte aber klar, dass normalerweise ein operativer Eingriff bei Nowotny unumgänglich sei. Nach Angaben der Mediziner könne man die Operation aber noch einige Zeit - im günstigsten Fall bis zu Winterpause - hinausschieben. "Er soll kommende Woche gegen Fenerbahce Istanbul spielen, und wir wollen natürlich, dass er auch Rudi in den wichtigen Spielen gegen die Ukraine zur Verfügung steht", sagte der 51-Jährige. Hoffen auf Scholl Ebenso wie im Fall Nowotny hat Völler auch bei Mehmet Scholl, mit dem er sich am Rande des Champions-League-Spiels der Bayern gegen Spartak Moskau getrofffen hat, noch ein Fünkchen Hoffnung. "Er hat das Trainining wieder aufgenommen und ist sehr optimistisch. Zudem ist er heiß darauf, uns gegen die Ukraine zu helfen", berichtete Völler. Scholl war wegen Problemen am Sprunggelenk mit anschließender Operation sowohl gegen England als auch gegen Finnland schmerzlich vermisst worden. Gerade gegen die Ukraine würde der 31-Jährige dringend gebraucht, da Sebastian Deisler als Spielgestalter definitiv ausfällt. "Auf ihn werden wir auf jeden Fall verzichten müssen. Wir dürfen den Jungen jetzt nicht unter Druck setzen, er muss körperlich erstmal wieder hundertprozentig fit werden", sagte Völler. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler von Hertha BSC Berlin war am Mittwoch in die USA gereist, um beim Spezialisten Dr. Richard Steadman in Vail/Colorado das lädierte rechte Knie (Kniescheibe locker/Kapsel eingerissen) behandeln zu lassen. Nach Ansicht der Ärzte wird Deisler frühestens in vier Wochen wieder mit dem Training beginnen können. Vor seiner Abreise nach Colorado hatte Deisler den Teamchef telefonisch unterrichtet. Aufgebot am 1. November Trotz der jüngsten Problemfälle und der Sperre für den Leverkusener Oliver Neuville im Hinspiel in Kiew am 10. November denkt Völler nach wie vor nicht daran, aus purem Aktionismus Rückholaktionen zu starten oder betagte Neulinge zu nominieren. "Auf seiner Position haben wir keine Probleme", sagte der Teamchef und erteilte dem von vielen Experten ins Gespräch gebrachten Münchner Mittelfeldspieler Thorsten Fink eine klare Absage. Und auch das Dauerthema Ulf Kirsten wird von Völler zunächst nicht wieder hochgekocht. "Es gibt keinen Anlass, im Moment darüber zu reden. Am 1. November gebe ich mein Aufgebot bekannt. Bis dahin gibt es noch zweimal Bundesliga und zweimal Europacup, da kann noch viel passieren." Von Jürgen Zelustek, sid [an error occurred while processing this directive] |
Diese Umfrage gibt es nicht mehrDonnerstag, 15. Januar 2004, © RZ-Online GmbH | |||||||||||||||
Zuletzt geändert am 18. Oktober 2001 15:37 von tea