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"Berlin is in Germany": "Eindeutig eine Tragikomödie"

Vom DDR-Knast ins neue Deutschland

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Maueröffnung, 9. November 1989: Die Berliner strömen von Ost nach West. Erst elf Jahre später öffnen sich für den ostdeutschen Häftling Martin Schulz (gespielt von Jörg Schüttauf) die elektrischen Schiebetüren der Justizvollzugsanstalt Brandenburg.

Inhaftiert zu DDR-Zeiten kurz vor der Wende, entlassen in das wiedervereinigte Deutschland. Mit diesem Einfall schickt der junge Regisseur Hannes Stöhr seinen Protagonisten in "Berlin is in Germany" in die Freiheit. Die Besucher der Berlinale 2001 zeichneten den Abschlussfilm der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin mit dem Panorama- Publikumspreis aus.

Auf seiner Reise durch Berlin wirkt Schüttauf in seiner Rolle als moderner Robinson Crusoe überaus authentisch. Für ihn ist Martin Schulz ein "Charakter, den ich gut verstehen kann". Der muss als Ex- Häftling nach seiner Entlassung ein völlig neues Leben im alten, neuen Berlin anfangen. Was tun, wenn Ost-Geldscheine mittlerweile überflüssig sind, die Ex-Frau Manuela (Julia Jäger) einen anderen Mann hat und der 11-jährige Sohn Rokko (Robin Becker), mit dem sie damals schwanger war, nicht weiß, wer sein Vater ist. "In aller Ruhe erst Mal zurechtfinden", beschreibt Martin zunächst sein Ziel.

"Die Idee zum Film habe ich von einer Bewährungshelferin"

Auf der diesjährigen Berlinale wurde der Abschlussfilm der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin mit dem Panorama- Publikumspreis ausgezeichnet. "Die Idee zum Film habe ich von einer Bekannten von mir, die ist Bewährungshelferin", beschreibt Stöhr die ersten Schritte hin zum Drehbuch. "Der Film ist eindeutig eine Tragikomödie". Und die will Stöhr mit Erich Kästner verstanden haben: "Wer immer nur das Gute sieht, wird dumm, wer immer nur das Schlechte sieht, wird böse".

Was zum Lachen, was zum Heulen, was fürs Herz

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Komische und tragische Elemente zu finden, das gelingt im Film gut. Da gibt es die Szene, in der Martin vor High-Tech-Spielsachen kapituliert, als er ein Geschenk für seinen Sohn sucht. "Vielleicht ist es besser, wenn ich einfach nur 'nen Fußball koofe", sagt er zur Verkäuferin. Tragisch: Als Martin kurz davor steht, den ersehnten Taxischein zu bekommen, stolpert er über das polizeiliche Führungszeugnis.

Aber auch romantische Herzen kommen auf ihre Kosten, wenn etwa Ex-Frau Manuela immer noch zärtliche Gefühle für Martin hegt. Die Arbeit an dem Film sei das Schönste gewesen, was ihm in den letzten Jahren passiert sei, ein "echtes Geschenk". Schmunzelnd fügt er hinzu: "Manchmal, da habe ich gar nicht gemerkt, dass wir gedreht haben. Ich dachte es wäre eine Probe gewesen. Das passiert selten."

Tanja Fondel, dpa


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Zuletzt geändert am 31. Oktober 2001 12:07 von to

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