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Kölner Museum Ludwig wieder eröffnet:

Des Königs neue Bilder

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Im "Museum unserer Wünsche": Edward Dwurnik "Pywo" (Bier)

Köln - Nach neunmonatiger Schließung und gründlichen Renovierungsarbeiten öffnet am Donnerstag das Kölner Museum Ludwig neu. Die "überarbeitete" Neupräsentation der Sammlungen, der markante Schwerpunkt von Picasso und Pop, Kunstwerke vom Expressionismus bis zur Gegenwartskunst, unterstreichen die Bedeutung des Hauses als Sammlung von europäischem Rang.

Das ursprünglich als Doppelmuseum konzipierte Haus unmittelbar neben dem Dom hatte zuvor auch den historischen Kunstbesitz der Stadt im Wallraf-Richartz-Museum beherbergt, das nun ein neues Domizil in der Kölner Innenstadt erhalten hat. Kasper König, prominenter neuer Direktor des Ludwig-Museums, integrierte gewitzt in den übernommenen Bestand ein "Museum unserer Wünsche": Werke von 69 wichtigen Zeitgenossen, die er und sein Team sich zur Ergänzung der Kollektion vorstellen können.

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Im "Museum unserer Wünsche": Marcel Broodthaers "Petit chariot avec des oeufs" (kleiner Karren mit Eiern)

Wünsche an der Wand: Wer sponsert Neuankäufe?

Silberne Titel- Schildchen weisen in der bis zum 28. April 2002 laufenden Aktion darauf hin, welche der zunächst als Leihgaben ausgestellten Arbeiten von Thomas Bayrle, Karl Otto Götz, Rosemarie Trockel, Thomas Ruff oder der beiden lange unterbewerteten Fluxus-Pioniere George Brecht und Marcel Broodthaers dem jetzt um ein Drittel "vergrößerten" Hause gut anstünden. König, langjähriger Kenner der rheinischen Szene und Seele, setzt bei seinem Appell an die Spendenfreudigkeit wohl auch auf den legendären "Kölschen Klüngel", denn "man kann ja ein bisschen imaginär mit bestimmten Fakten umgehen".

Picasso-Schenkung katapultiert Museum Ludwig in die Oberliga

Schließlich war es eine Picasso-Schenkung, mit der Fabrikanten- Witwe Irene Ludwig kürzlich "ihr" Museum endgültig in die 1. Liga der Musentempel der Welt katapultiert hat: Fast 600 Werke aus allen Schaffensphasen vom Kubismus über die hinreißende "Frau mit Artischocke" und die Skulptur "Frauenkopf Dora Maar" (beide 1941) bis zum Schwerpunkt aus sechs bedeutenden Gemälden des Spätwerkes machen die unbändige Schaffenskraft des Spaniers deutlich. Damit ist Köln, nach Paris und sicherlich vor Barcelona, zum dritten bedeutenden Picasso-Ort Europas geworden.

Öffnungszeiten:

Di.10.00 bis 20.00 Uhr, Mi. bis Fr. 10.00 bis 18.00 Uhr, Sa. und So. 11.00 bis 18.00 Uhr.

http://www.museenkoeln.de

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Im "Museum unserer Wünsche": Pawel Althamer "The Cameraman" (Der Kameramann)

Schon 1976 übereignete der Aachener Schoko-Fabrikant und Großsammler Peter Ludwig dem Haus seine in ihrem Wert erst heute zu ermessende Pop-Art-Sammlung: Köln wurde nationale Kunst-Metropole und Ludwig musealer "Namenspatron". Unter dem lapidaren Saal-Titel "Pop-Art etc." steht der Betrachter nun im renovierten Haus zwischen den Kunst-Ikonen wie Andy Warhols beklemmend aktuellem Katastrophenbild "129 Die in Jet" (1962), der frühen Gemälden von Jasper Johns, Robert Rauschenbergs Bild-Collagen oder Roy Lichtensteins frechem Riesen-Comic "M-Maybe". Noch ist offen, ob die Arbeiten von Zeitgenossen wie Isa Genzken spiegelnde Riesenquader, die Collagen des Frankfurters Thomas Bayrle oder die zeitgeistkonformen Projektionen in der neuen Videolounge, mit denen das Museum Ludwig den Anschluss an die Gegenwart sucht, ebenso "frisch" die nächsten Jahrzehnte überdauern werden.

Gerd Korinthenberg, dpa


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Zuletzt geändert am 2. November 2001 15:53 von to

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