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Israel kündigt Truppenrückzug an - wieder Anschlag

Dschihad-Terrorist beschoß zivilen Bus

Jerusalem/Gaza (dpa) - Wenige Stunden vor dem angekündigten Rückzug israelischer Truppen aus der Palästinenserstadt Kalkilia hat ein palästinensischer Extremist am Sonntagnachmittag einen Terroranschlag auf einen Linienbus in Nord-Jerusalem verübt und dabei zwei Personen getötet. 45 Passagiere wurden zum Teil schwer verletzt.

Anklicken zum Vergrößern Ein Opfer des Terrors in Jerusalem: Dieser junge Mann verstarb bei dem Anschlag auf den Linienbus

Nach Angaben der Polizei feuerte der aus Hebron stammende 34- jährige Mann ein volles Magazin aus einem M-16 Schnellfeuergewehr an einer belebten Kreuzung des Stadtteils French Hill auf den vorbei fahrenden Bus. Er wurde darauf von einem israelischen Soldaten getötet. Zu dem Anschlag bekannte sich die extremistische Organisation Islamischer Dschihad (Heiliger Krieg). Erst vor einer Woche hatten zwei Palästinenser in der Stadt Hadera vier israelische Frauen erschossen, bevor sie selbst von Polizisten getötet wurden.

Rückzug noch Sonntag abend

Stunden vor dem Anschlag hatte Israels Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser bekannt gegeben, dass sich die israelische Armee innerhalb weniger Tage aus allen Mitte Oktober besetzten palästinensischen Städten zurückziehen werde. Der Abzug der Truppen aus Kalkilia im Norden des Westjordanlandes wurde bereits für Sonntagabend angeordnet. Ben-Elieser sagte, die Soldaten hätten die ihnen gestellte Aufgabe erfüllt. Während der international scharf kritisierten Aktion hätten Kommandos neun mutmaßliche palästinensische Extremisten liquidiert und über 40 festgenommen.

Anklicken zum Vergrößern Schwer verletzt überlebte dieses Mädchen den Anschlag des selbsternannten "Gotteskriegers"

Die Armee war nach der Ermordung von Tourismusministers Rechawam Seewi am 17. Oktober auf autonomes Palästinensergebiet im Westjordanland vorgedrungen und hatte sechs Städte umzingelt und zum Teil besetzt. Unter dem Druck der USA hatte sich Israel vor einer Woche bereits aus Bethlehem und Beit Dschalla zurückgezogen.

Ungeachtet der Bemühungen um eine Entspannung in der Region griffen israelische Kampfhubschrauber am frühen Sonntagmorgen eine palästinensische Metallfabrik im Gazastreifen an und zerstörten die drei Gebäude mit mehreren Raketen. In der Fabrik wurden nach israelischen Angaben Mörsergranaten und Panzerfäuste hergestellt. Die Palästinenser bestritten dies. Palästinenserpräsident Jassir Arafat forderte Israel nach seiner Rückkehr von einer Friedenskonferenz in Kap Formentor in Mallorca auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Sharon sagt US-Reise ab

Ben-Elieser traf sich am Sonntag mit Ministerpräsident Ariel Scharon, um Einzelheiten des Truppenrückzugs zu besprechen. Scharon sagte am Samstag ein für diese Woche geplante Reise in die USA ab, weil er sich "persönlich" um den Abzug der Armee kümmern wolle. Nach dem Rückzug aus Kalkilia stehen israelische Soldaten weiterhin vor Dschenin, Tulkarem Nablus und Ramallah. Der Rückzug aus dem Gebiet um Ramallah war am Wochenende verschoben worden, weil Extremisten außerhalb der Stadt einen Soldaten erschossen.

Gedenken an Izchak Rabin

In Tel Aviv demonstrierten am Samstagabend etwa 80.000 Israelis für eine friedliche Lösung des blutigen Konflikts. Anlässlich des sechsten Jahrestags des Mordes am israelischen Ministerpräsidenten Izchak Rabin versammelte sich die Menge auf dem Rabin-Platz im Zentzrum der Stadt. Scharon, der ursprünglich auf der Veranstaltung eine Rede halten sollte, sagte seine Teilnahme ab.

dpa

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Zuletzt geändert am 4. November 2001 19:16 von jo

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