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Wissenschaftspark kommt nach Darmstadt - "Weltweit einzigartig"

"Cybernarium" wird gebaut

Darmstadt - Der vom Fraunhofer Institut geplante Wissenschaftspark "Cybernarium" wird in Darmstadt gebaut. Im "Cybernarium" sollen die Einsatzmöglichkeiten von so genannter virtueller und erweiterter Realität demonstriert werden.

Mit der Übernahme von 500 000 Euro an den Planungskosten habe die Stadt ein klares Zeichen für den Standort gesetzt, sagte der Initiator des Parkes, Professor José Luis Encarnacao, bei der Vorstellung des Projekts. Die Baukosten bezifferte Encarnacao auf 85 Millionen Mark (43,5 Mio Euro).

Boden aus Waben und laserprojezierte Bilder

Mit seiner Konzentration auf die neueste Computertechnik biete das "Cybernarium" ein weltweit einzigartiges Konzept, mit dem es sich von anderen Wissenschaftspark absetze, führte Encarnacao aus. Insgesamt sollen 88 Exponate ausgestellt werden, unter anderem virtuelle Führungen durch den Dom von Siena und die Höhlen von Dunhuang. Außerdem werden die Einsatzmöglichkeiten der erweiterten Realität in der Mediziner- und Astronauten- und Architektenausbildung gezeigt. Das Fraunhofer-Institut werde für einen schnellen Wechsel der Ausstellungsstücke sorgen und damit den jeweils neuesten Stand der Technik garantieren.

Als Mittelpunkt des Parkes ist ein "Cyberdome" geplant. Der rund 200 Besucher fassende Saal soll mit einem Boden aus Waben versehen werden, die einen schnellen Umbau zulassen. Laserprojektoren werfen die virtuellen Bilder auf 18 Leinwände im Rund. Jeder Besucher könne von seinem Sitzplatz in das Geschehen eingreifen. "Der Cyberdome könnte zum Kino der Zukunft werden und von Darmstadt aus exportiert werden", sagte Encarnacao. Die Rechte dafür seien bereits gesichert worden.

Eröffnung im Sommer 2004

Die Vorbereitung für das Großprojekt werde rund 18 Monate und eine Million Euro beanspruchen, erläuterte Stefan Müller vom Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD). In dieser Zeit solle eine Projektgesellschaft gegründet und Investoren geworben werden. Es gebe bereits viele Interessenten aus allen Wirtschaftsbereichen. Nach bisherigen Planungen soll der Park im Sommer 2004 eröffnet werden.

Zurzeit werde mit der European Business School in Oestrich-Winkel ein Wirtschaftsplan erarbeitet. Die Rechnung gehe dabei von 400 000 Besuchern jährlich aus. "Das ist eine sehr konservative Schätzung, wenn man sieht, dass Darmstadt rund eine Million Kinobesucher im Jahr zählt", sagte Encarnacao. Trotz der hohen Investitionssumme könne der Park schnell Renditen erwirtschaften. Neben den Eintrittsgeldern setzten die Initiatoren auf Einnahmen aus der Wirtschaft. So könnten Unternehmen ihre neuesten Techniken demonstrieren oder den Park für Präsentationen mieten. Außerdem biete eine eigene Technikfirma Hilfestellung bei virtuellen Umsetzungen.

 Links zum Thema 

Cybernarium.de

"Cybernarium Days" im Januar als Probe

Der Darmstädter Oberbürgermeister Peter Benz (SPD) verspricht sich vom "Cybernarium" eine weitere Attraktion für die Wissenschaftsstaat. Außerdem liefere der Park eine Argumentationshilfe bei der Forderung nach einem ICE-Anschluss, da er wahrscheinlich hinter dem Bahnhof gebaut werde. Die Technische Universität habe ebenfalls ihre Unterstützung zugesagt. Ein Förderkreis unter Leitung des Präsidenten Johann-Dietrich Wörner werde für die restlichen 500 000 Euro Planungskosten sorgen. Als ersten Test bezeichnete Benz die "Cybernarium Days" vom 23. bis 28. Januar 2002 im Kulturzentrum "Centralstation". Dort werde das Fraunhofer Institut 14 Exponate vorstellen.

dpa - Screenshot: Red.


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Zuletzt geändert am 5. November 2001 13:56 von mwege

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