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Mo 05.11.2001

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zurückblättern  ... Der Präsident, die Hausfrau und die Mafia

Die mit 22 Nominierungen ursprünglich als Favoriten geltende Serie "Sopranos", die das Treiben eines Mafia-Clans in New Jersey beleuchtet, gewann mit der besten Hauptdarstellerin und den besten Hauptdarsteller jedoch auch wichtige Preise.

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Moderatorin Ellen DeGeneres sorgte für Lacher

Insgesamt war der Ton während der dreistündigen Verleihungszeremonie sehr gelöst, wozu unter anderem der lockere Plauderton von Moderatorin Ellen DeGeneres beitrug. Den größten Lacher in dem 2000 Sitze umfassenden Shubert Theater ernte sie mit einem Seitenhieb auf Taliban, bei dem sie sich auch selbst auf die Schippe nahm: "Die ärgern sich am meisten darüber, dass ich hier stehe, eine Lesbe im Anzug, umgeben von Juden". Auch über die zweimalige jeweils sehr kurzfristige Verschiebung der "Fernseh- Oscars" machte DeGeneres sich lustig: "Willkommen zu den 53., 54. und 55. Emmys."

Patriotismus schimmerte nur dezent durch

Natürlich war auch der amerikanische Patriotismus wie bei vielen der Großveranstaltungen seit den Terroranschlägen präsent. Allerdings nicht so auffällig wie beispielsweise bei dem Benefiz- Konzert für New York vor einigen Wochen. Eher dezent hatten sich Stars und Gäste, von denen sich die meisten an die Kleiderordnung "elegante Geschäftsgarderobe" gehalten hatten, patriotische Accessoires wie blau-rot-weiße Schleifchen, Sternenbanner oder New- York-Anstecker ans Revers geheftet.

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Beste Comedy-Schauspielerin: Patricia Heaton (li.)

Auch wurden nicht, wie bei den vorher geplanten Shows, die Feuerwehrleute und Polizisten als "neue Helden" geehrt. Stattdessen wurden Bilder aller Welt gezeigt, auf denen trauernde Menschen aus Anteilnahme Kerzen für die Opfer der Terroranschläge anzündeten. "Für alle auf der ganzen Welt, die uns heute zuschauen, bedanken wir uns nicht nur als amerikanische Staatsbürger sondern als Weltbürger", sagte DeGeneres. Barbra Streisand sang "You'll Never Walk Alone" vor einer mit Kerzen erleuchteten Wand mit den Namen der Opfer.

Stars von der Ostküste fehlten

Einige der Stars von der Ostküste waren gar nicht erst angereist, wie zum Beispiel James Gandolfini, der zum zweiten Mal hintereinander den Preis für den besten Hauptdarsteller in "Sopranos" bekam. Dafür war Edie Falco, die für ihre Rolle als seine geplagte Ehefrau als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde, in Los Angeles. "Ich danke allen New Yorkern zu Hause für ihren Mut in den schweren Zeiten", sagte sie in ihrer Dankesrede. Auch Auch Sarah Jessica Parker, nominiert für ihre Rolle als Carrie in "Sex And The City" war nicht angereist. Angst vor dem Fliegen war jedoch in beiden Fällen angeblich kein Grund gewesen, sondern anderweitige Verpflichtungen in New York.

Eine "Hausfrau" schnappt "Ally McBeal" die Auszeichnung weg

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Peter MacNicol rettet die Ehre von "Ally McBeal".

Auch Tränen gab es: Patricia Heaton, die Hausfrau aus "Everybody Loves Raymond", die Parker und Calista Flockhart von "Ally McBeal" die Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie weggeschnappt hatte, sagte in ihrer Dankesrede mit Tränen in den Augen: "Ich bin so glücklich, dass ich gerade in diesen Zeiten Teil einer Show bin, die Lachen in das Leben so vieler Menschen bringt."

Wegen der anhaltenden Terrordrohungen hatte die zuvor zwei Mal verschobene Zeremonie unter starken Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden. Seit 53 Jahren werden die "Fernseh-Oscars" jährlich von der Fernsehakademie vergeben. In 27 Kategorien werden Haupt- und Nebendarsteller, Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten ausgezeichnet. Die Nominierungen waren das Ergebnis einer Befragung der aktiven Akademie-Mitglieder, die Gewinner wurden in einer geheimen Wahl ermittelt.

Von Carla S. Reissman,dpa


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Zuletzt geändert am 5. November 2001 13:50 von tea

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