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Di 06.11.2001
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Brasilien droht Bayern mit der Fifa:Tauziehen um verletzten Elber
München/Rio de Janeiro - Das Tauziehen zwischen Bayern München und Brasiliens Fußball-Verband um den verletzten Stürmerstar Giovane Elber hat für den deutschen Meister möglicherweise ein Nachspiel beim Weltverband (Fifa). Nachdem Elber am Montag nicht zum Treffen des viermaligen Weltmeisters erschienen war, stellte Brasiliens Technischer Direktor Antonio Lopez den Bayern ein Ultimatum von 24 Stunden. Sollte Elber in dieser Zeit nicht in Rio eintreffen, will Lopez die Fifa einschalten: "Wenn er bis dahin nicht hier ist, liegt eine Verletzung der Statuten vor." Trotz seiner Knie-Probleme soll Elber nach Südamerika fliegen, um sich auf Brasiliens WM-Qualifikationspiele am Mittwoch gegen Bolivien und am 14. November gegen Venezuela vorzubereiten. Doch sowohl der Spieler als auch Münchens Vereinsführung lehnen dies ab. "Ich habe seit zweieinhalb Wochen wegen meines Knies nicht trainiert. Wenn das Knie erneut in Mitleidenschaft gezogen wird, kann es das Ende meiner Karriere bedeuten", sagte Elber dem brasilianischen Rundfunksender Radio Globo. Hoeneß: "Elber wird auf jeden Fall hier bleiben"
Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte bereits vor Wochenfrist unmissverständlich klar gestellt: "Elber wird auf jeden Fall hier bleiben. Wir haben die besten Ärzte der Welt. Da brauchen wir keinen Arzt in Brasilien, der uns unsere Diagnose bestätigt." Brasiliens Nationalcoach Luiz Felipe Scolari wolle die Bayern laut Hoeneß nur erneut ärgern, denn zuletzt hatte der Trainer Elber zweimal angefordert und lediglich auf die Bank gesetzt. Brasilien soll begreifen, dass sich die Welt verändert hat Elber verwies auf eine Verlängerung des Heilungsprozesses, sollte er tatsächlich den zwölfstündigen Flug nach Brasilien unternehmen müssen. "Unser Mannschaftsarzt hat ein Fax an den brasilianischen Verband geschickt und dies erklärt", sagte Elber. Auch mit Lopez habe er gesprochen, doch habe der Funktionär ein Gespräch mit den Bayern abgelehnt, ergänzte Elber. Hoeneß hatte diesbezüglich auf ein "ungeschriebenes Gesetz" verwiesen: "Wenn einer am Samstag in der Bundesliga nicht spielen kann, kann er dies auch nicht für die Nationalmannschaft. Vielleicht ist dieses Gesetz noch nicht bis nach Brasilien vorgedrungen. Die Südamerikaner müssen jedenfalls begreifen, dass sich die Welt verändert hat. Sie können die Fifa nicht mehr majorisieren", wetterte der Manager. sid |
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Zuletzt geändert am 6. November 2001 12:07 von tea