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Deutschlands bekannteste Ukrainer:

Die Klitschkos zittern mit ihrem Vaterland

In Hamburg sind sie zuhause, ihre Erfolge feiern sie überall in den Boxringen von New York, London bis Oberhausen. Sie werden auf der Straße angesprochen in Deutschland, das ihre zweite Heimat geworden ist. Doch das Herz der Brüder Wladimir und Witali Klitschko schlägt für die Ukraine, ihre Heimat, wo sie Volkshelden sind.

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Witali Klitschko

Auch bei den anstehenden Playoffs zur Fußball-WM 2002 zwischen der Ukraine und der deutschen Nationalmannschaft am Samstag in Kiew und vier Tage später in Dortmund. "Wir leben zwar sehr gerne in Deutschland, aber die emotionale Bindung ans Vaterland ist doch noch enger", sagt Wladimir Klitschko: "Es ist ein Jammer, dass nicht beide Länder nach Japan und Südkorea fahren können."

Die bekanntesten Ukrainer Deutschlands wurden von TV-Studio zu TV-Studio rumgereicht, seit feststand, dass die Kicker des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf dem Weg nach Fernost den Umweg über das kalte Kiew nehmen müssen. Beide sind begeisterte Fußballfans und werden im Rückspiel in Dortmund auch auf der Tribüne sitzen. "Leider können wir nicht im Olympiastadion von Kiew dabei sein", sagt der "kleine" Wladimir, "wir stehen immerhin mitten in der Vorbereitung auf die nächsten Kämpfe."

"Wir können doch nur gewinnen"

Am Dienstag voriger Woche erst war der WBO-Schwergewichtschamp zur Promotion seines Kampfes gegen David Izon am 1. Dezember in New York. Witali boxt nur eine Woche später in Oberhausen gegen Ross Puritty. Das Hinspiel in Kiew werden sich die Brüder deshalb als Gäste im Aktuellen Sportstudio des ZDF ansehen.

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Der "Kleine" Wladimir Klitschko

"Deutschland ist sicherlich Favorit", meint der "große" Witali, "aber das macht es für die Ukraine nicht schwerer. Wir können doch nur gewinnen. Niemand ist böse, wenn wir es nicht schaffen. Aber wenn doch - dann feiert das ganze Land ein großes Freudenfest."

Denn Fußball ist auch im flächenmäßig zweitgrößten Land Europas klar Volkssport Nummer eins. In einem Fußball-Internat nahe Kiew wird systematisch der Nachwuchs geschult. "Sport gibt den Kindern die Chance zum Aufstieg, egal ob Fußball oder Boxen", weiß Witali Klitschko, der sich in seiner Doktorarbeit mit Talenterkennung und -Bestimmung beschäftigt hat, "außerdem ist in der Ukraine Fußball seit diesem Jahr Pflichtfach in den Schulen."

Freundschaft mit Andrej Schewtschenko

Und wer es geschafft hat, der erfüllt die ganze Nation mit Stolz. Mit Andrej Schewtschenko, dem Superstar vom AC Mailand, der wie die Box-Brüder aus der Hauptstadt Kiew stammt, verbindet beide eine Freundschaft: "Wir telefonieren oft miteinander."

Der Torjäger hat es wie sie "geschafft". Hat sich mit seinen sportlichen Fähigkeiten im westlichen Ausland Ruhm und Reichtum erworben. Neid auf die für die meisten Ukrainer unerreichbaren Millionen-Einnahmen kommt bei den Mitbürgern aber nicht auf. Kiews Bürgermeister Alexander Omelschenko spricht stellvertretend für die meisten seiner Landsleute: "Die Boxer und die Fußballer sind die besten Botschafter unseres Landes".

Von Andreas Hardt, sid


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Zuletzt geändert am 6. November 2001 15:58 von tea

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