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Di 06.11.2001

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Wie diese Entscheidung aussieht, weiß derzeit aber noch nicht einmal DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der unabhängig vom Ausgang der Playoffs um die WM-Qualifikation "Rudi Nazionale" und dessen Assistenten Michael Skibbe am liebsten vorzeitig bis zur WM 2006 in Deutschland verpflichten würde. "Für mich gibt es keinen Zweifel, dass Rudi Völler der ideale Teamchef ist", sagt "MV", der Völler immer als "Glücksfall für den deutschen Fußball" bezeichnet hat.

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Dennoch weiß der DFB-Präsident, dass er im Falle eines Scheiterns gegen die Ukraine den beliebten Teamchef wohl nicht halten kann. "Es ehrt und freut mich, dass ich das Vertrauen des Präsidenten habe. Aber es ist doch selbstverständlich, dass man sich nach Spielen wie gegen England und Finnland seine Gedanken macht", sagt Völler. Seine Zukunftsplanungen jedoch lässt der Weltmeister von 1990 bewusst noch im Dunkeln.

"Wenn wir die WM nicht schaffen, wäre der Druck auf mich riesengroß"

"Für mich zählen im Moment nur die Spiele gegen die Ukraine, alles andere ist unwichtig", wiederholt Völler gebetsmühelenartig und fügt hinzu: "Das nächste Länderspiel nach den Playoffs ist erst im Februar, da hat man keine Not und kann in Ruhe eine Entscheidung treffen."

Nach der 1:5-Pleite in der WM-Qualifikation gegen England hatte Völler aber schon deutlich gemacht: "Wenn wir die WM nicht schaffen, wäre der Druck auf mich riesengroß. Diese Hypothek wäre zu extrem. Es hätte keinen Zweck", dann an seinem Amt festzuhalten."

Für "MV" ist das Thema noch "hypothetisch"

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Mayer-Vorfelder hält zu Völler

Mayer-Vorfelder sieht trotz der schlechten Erfahrungen bei der Trainersuche nach den Trennungen von Bundestrainer Berti Vogts und seines Nachfolgers Erich Ribbeck keinen Grund, frühzeitig in Hektik zu verfallen: "Diese Frage stellt sich für mich im Moment nicht. Das ist alles hypothetisch. Deshalb werde ich zu diesem Thema im Moment auch nichts sagen. Zuvor hatte "MV" allerdings klargestellt: "Es gibt keinen Grund, die Pferde zu wechseln. Ich traue es Völler und Skibbe zu, den deutschen Fußball wieder an die Spitze zu führen. " Nach den Plänen des DFB-Bosses soll das Duo bis zur WM 2006 im eigenen Land die Geschicke der DFB-Auswahl leiten, mindestens aber bis zur EM 2004 in Portugal: "Für mich gibt es zwei Möglichkeiten - entweder einen Vertrag bis 2004 mit einer Option bis 2006 oder gleich einen Vertrag bis 2006."

Völler, der in seinen bislang 13 Spielen als Teamchef 8 Siege, 2 Remis und 3 Niederlagen verbuchte, darf sich aber nicht nur der Rückendeckung des DFB-Präsidenten sicher sein. Nach der verpassten Direkt-Qualifikation für die WM 2002 in Japan und Südkorea stellte sich die geballte Fußball-Prominenz schützend vor den Teamchef.

"Kaiser" für "Rudi Riese"

"Der Rudi ist der richtige Trainer. Obwohl er keinen Trainerschein hat, macht ihm keiner was vor", sagte "Kaiser" und Bayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer. Sein "Vize" Karl-Heinz Rummenigge stellte klar: "Völler muss unter allen Umständen Teamchef bleiben, ohne Wenn und Aber." Bayer Leverkusens Manager Reiner Calmund empfand es ebenso wie sein Bayern-Kollege Uli Hoeneß als unzumutbar, dass man Völler erst in den Himmel gehoben und dann nach zwei schlechteren Spielen gegen England (1:5) und Finnland (0: 0) wieder in Frage gestellt hätte.

Calmund: "In Völlers Schuhe passen nicht viele"

Bei Beckenbauer und Rummenigge stehen natürlich auch eigene Interessen im Vordergrund. Denn sollte Völler tatsächlich bei einem Fiasko gegen die Ukraine die Brocken hinwerfen, würden erneut die Rufe nach Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld, der an der Isar noch bis 2004 unter Vertrag steht, laut. Und da sich Leverkusen im Sommer 2000 nach den Freigaben für Sportdirektor Völler und auch Christoph Daum als Retter des deutschen Fußballs feiern lassen konnte, wäre nun der Rekordmeister aus München am Zuge.

Der schlaue Fuchs Calmund hat sich dahingehend schon zu Wort gemeldet: "In Völlers Schuhe passen nicht viele. Ohne neuen Druck auf die Bayern ausüben zu wollen - aber dann müsste man wirklich mal ernsthaft mit Ottmar Hitzfeld sprechen."

Von Jürgen Zelustek und Christian Pfennig, sid


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Zuletzt geändert am 6. November 2001 11:43 von tea

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