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Völler beinhart: "Es wird weh tun"
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Völler beinhart: "Es wird hier und da auch Mal ein bisschen weh tun. " 32 Tage nach dem peinlichen 0:0 gegen Finnland und der verpatzten Direkt-Qualifikation muss Völler sein Team nun im Mannschaftsquartier in Neu-Isenburg wieder aufbauen, um nicht zum ersten Mal nach 1950 und 1930 nicht bei einer WM durch Abwesenheit zu glänzen. Erste Lichtblicke sind nach Ansicht von Völler bereits vorhanden. "Man hat im Training gesehen: Da war gutes Feuer drin", lobte der 41-Jährige - und begründete die Zweikampf-Einheiten, mit denen er die Mannschaft am Mittwoch traktiert hatte: "Das braucht man, um die letzten paar Prozent rauszukitzeln." Allerdings habe das Team schon jetzt fast 100 Prozent seiner Leistungsstärke erreicht.

Jancker absolviert "gutes Training"

Besonderes Lob hatte Völler vor allem für seine Offensiv-Abteilung übrig, zuletzt die Problemzone der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). "Das war sehr positiv", sagte der Teamchef. Carsten Jancker, der zuletzt bei Bayern München wochenlang wegen eines Sehneneinrisses in der Fußsohle pausieren musste, habe ein "gutes Training abgeliefert". "Er ist schon fast wieder in der Phase, dass man ihn bremsen muss", meinte "Rudi Nazionale", dessen Zukunft eng mit dem Ausgang der Partien am Samstag und am kommenden Mittwoch in Dortmund (20.30 Uhr/live im ZDF) verbunden ist.

Spiel gegen die Ukraine wird kein Spaziergang

Und das Duell mit dem Team von Trainer Waleri Lobanowski wird kein Spaziergang. "Wir wissen, zu was so eine Mannschaft fähig ist, wenn man sie ins Spiel kommen lässt", warnte Völler. Besonders sei auf Stürmer Andrej Schewtschenko ("Er ist das Herz der Mannschaft") aufzupassen: "Da müssen wir ansetzten." Video-Analysen aus den vergangenen WM-Qualifikationspartien der Ukrainer sollen in den kommenden Tagen zur Einstimmung auf die "Spiele des Jahres" dienen. Psychologische Betreuung lehnt der Teamchef, der auf eigenen Wunsch in der Vorbereitung Unterstützung von Karl-Heinz Rummenigge als Nationalmannschafts-Beauftragten des Ligaverbandes erhalten hatte, dagegen ab: "Das ist Kokolores."

Carsten Ramelow: "Der Druck ist sehr groß

Die Mannschaft, die ebenso wie die gleichzeitig in Frankfurt gastierenden Pop-Musiker von Depeche Mode am Dienstagabend im Kempinski-Hotel Gravenbruch Neu-Isenburg eingetroffen war, hat offensichtlich auch so die Bedeutung der beiden Begegnungen verstanden. "Ich will nicht zu denen gehören, die es geschafft haben, sich nicht für eine WM zu qualifizieren", sagt zum Beispiel der Dortmunder Lars Ricken. "Der Druck ist sehr groß. Sicherlich geht es auch um die Ehre. Das große Ziel ist, bei der WM dabei zu sein. Das Finnland-Spiel ist abgehakt. Am Samstag geht es um alles. Jetzt wird es sehr schwer, das wissen wir alle", fügt Carsten Ramelow von Bayer Leverkusen hinzu.

"Wir sind Egoisten - Wir wollen zur WM"

Lediglich sein Klubkollege Jens Nowotny warnt vor einer möglichen Übermotivation. "Jeder von uns weiß, dass wir da mit einer gewissen Lockerheit rangehen müssen. Was heißt hier, es geht um die Ehre des deutschen Fußballs? In aller erster Linie sind wir Egoisten. Wir wollen zur WM. Ich bin überzeugt, dass wir weiterkommen", gibt sich der Abwehrchef selbstbewusst.

Völler verteidigte derweil noch einmal die Hilfe von Rummenigge, der schon direkt nach der verkorksten Euro 2000 nahe an das Team gerückt war. "Außergewöhnliche Spiele erfordern oftmals außergwöhnliche Maßnahmen. Es ist wichtig, dass Karl-Heinz Rummenigge, aber auch Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder dabei sind", stellte der Teamchef fest. An der Diskussion um einen eigenen Team-Manager für die Nationalmannschaft wollte er sich indes nicht beteiligen: "Das sollte man nach den beiden Spielen besprechen."

Von Christian Pfennig und Jürgen Zelustek, sid

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Zuletzt geändert am 7. November 2001 14:48 von tea

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