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Mo 19.11.2001
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Fünf Verletzte - Bahn schränkt Überholregeln ein:Ermittlungen wegen rasendem ICEHannover/Berlin - Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat wegen eines viel zu schnell fahrenden ICE ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet. Nach den Geschwindigkeitsaufzeichnungen sei der ICE "Prinz Eugen" auf dem Weg von Hamburg nach Hannover am Samstag mit 185 statt der erlaubten 80 Stundenkilometer über eine Weiche gefahren, sagte der Sprecher der Behörde in Lüneburg, Jürgen Wigger, am Montag. In dem Zug waren fünf Menschen leicht verletzt worden. Da der Zug automatisch gesteuert gewesen sei, richteten sich die Ermittlungen gegen unbekannt, sagte Wigger. Der Lokführer habe bei einem automatisch gesteuerten Zug nur die Möglichkeit, abzubremsen, und könne von sich aus die Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten. In dem Ermittlungsverfahren müsse man vor allem die Ursachen des Versagens der Automatik klären. Insassen gegen die Wand geschleudert Nach Angaben der Bahn wechselte der ICE bei dem Vorfall das Gleis, um einen Güterzug zu überholen. Durch die überhöhte Geschwindigkeit seien im Speisewagen drei Mitropa-Mitarbeiter und zwei Reisende gegen die Wand geschleudert worden und hätten Prellungen erlitten, sagte Unternehmenssprecher Hans-Jürgen Frohns in Hannover. Außerdem sei Geschirr durch die Luft geflogen. Höchstgeschwindigkeit gesenkt Als Konsequenz aus dem Vorfall würden bundesweit sämtliche Gleiswechsel von Personenzügen durch Signale geregelt und nicht mehr allein über die Automatik und den Computer an Bord gesteuert, sagte Frohns weiter. Außerdem habe man auf der Nord-Süd-Strecke zwischen Hannover und Hamburg die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 200 auf 160 Stundenkilometer gesenkt. Vor allem wegen der automatischen Steuerung des Zuges sei der Vorfall ernst zu nehmen. Untersuchungen würden auch vom Eisenbahnbundesamt und von Experten der Bahn durchgeführt. Des Bahn-Sprechers bekräftigte, dass die Geschwindigkeit des ICE beim Überfahren der Weiche lediglich 120 Stundenkilometer betragen habe. Möglicherweise sei der Zug kurz zuvor 185 Stundenkilometer gefahren. Im Weichenbereich selbst sei die Geschwindigkeit jedoch weitaus geringer gewesen. Der Wert von 120 Stundenkilometern sei auch aufgezeichnet worden. AP |
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Zuletzt geändert am 19. November 2001 14:13 von aj |
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