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Sa 24.11.2001

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Skispringen: Hocke erstmals vor Schmitt
Vom Vortag: Skisprung - Malysz siegt vor Schmitt
Deutsche Kombinierer feiern Doppelsieg
Schock für DSV: Baacke und Eckert müssen Olympia begraben

Weltcup-Auftakt in Kuopio: Malysz siegt zum Auftakt

Schmitt Zentimeter am Sieg vorbei

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Martin Schmitt

Kuopio - Start-Weltrekordler" Martin Schmitt ist beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuopio hauchdünn an seinem vierten Startsieg in Folge vorbeigesegelt.

Nach drei Siegen im ersten Duell der Skisprung-Weltelite in den vergangenen Jahren war diesmal sein polnischer Erzrivale Adam Malysz um 0,8 Punkte - oder umgerechnet 44 Zentimeter - besser. Sven Hannawald (Hinterzarten) und Debütant Stefan Hocke (Oberhof) komplettierten auf den Plätzen fünf und sieben beim Nachtspringen den Topstart der deutschen Skispringer.

Den Traumauftakt der nordischen Wintersportler in den Olympiawinter besiegelten die Kombinierer mit einem Doppelsieg durch Ronny Ackermann und Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt). Sebastian Haseney (Zella-Mehlis) machte auf Rang vier das beste deutsche Weltcup-Resultat seit fast 15 Jahren perfekt - ein braunes Stoffbärchen des schwer verletzten Weltmeister Marko Baacke hatte die Winterzweikämpfer beflügelt.

Schmitt zufrieden

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, zumal ich vorher sehr nervös war. Acht Zehntel - das kann so oder so enden und wird sich über die Saison wieder ausgleichen. Es hat sich schon im Training abgezeichnet, dass es wieder ein Zweikampf mit Adam gibt", sagte Schmitt. Für ordentliche Flüge" auf die Durchgangsbestweite von 126,5 und 125 Meter erhielt er die Note von 253,2 Punkten und kassierte Prämien von 38.000 Mark.

Am Ende fehlte ein halber Meter Weite zum Triumph: Obwohl Malysz mit 123,5 und 126,5 Metern 150 Zentimeter weniger verbuchte, hatte er wegen seiner besseren Haltungsnoten mit 254,0 Punkten die Nase vorn und behielt gleich das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Besten. Nach fünf Jahren - vor Schmitts drei Siegen hatte Dieter Thoma zweimal gewonnen - riss damit die einmalige Start-Siegesserie der deutschen Weitenjäger. Dritter wurde Kazuyoshi Funaki aus Japan.

Fünfter Platz für Hannawald

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Adam Malysz

Der Kampfansage von Sven Hannawald an Schmitt folgte ein guter fünfter Platz (122+120): "Ich hab schon gemerkt, dass ich nicht ganz so locker wie im Training war. Aber der Start war okay, ich stehe unter Strom". Der 18-Jährige Stefan Hocke (Oberhof) konnte bei seinem Debüt den hervorragenden Rang sieben (122,5+119,5) "gar nicht fassen".

Bundestrainer Reinhard Heß fand trotz des starken Start kritische Worte: "Martins zweiter Platz ist anerkennenswert, genau wie die Flüge von Sven und der phänomenale Auftritt von Stefan Hocke. Aber Martin hat längst noch nicht das Optimum erreicht. Wir sind vorn dabei, aber wir müssen uns noch steigern."

Kombinierer-Doppelsieg nach Baacke-Schock

Sein Kombinierer-Kollege Hermann Weinbuch war dagegen nach dem Baacke-Schock überglücklich: `Es geht entweder ganz in die Hose oder es gibt wie bei uns eine Trotzreaktion." Der schon nach den zwei Sprüngen auf der Großschanze führende Ackermann machte im 15-km-Langlauf souverän seinen mit 45.000 Mark Prämien garnierten vierten Weltcup-Sieg perfekt. Mit 33 Sekunden Rückstand rettete der 18-Jährige Nobody Björn Kicheisen sensationell den mit 28.000 Mark belohnten Platz zwei vor dem Norweger Kristian Hammer. Haseney rundete den Traum-Auftakt auf Rang vier ab. Ein besseres Weltcup-Resultat hatte es zuletzt am 28. Februar 1987 gegeben, als Thomas Müller vor dem heutigen Bundestrainer Weinbuch und Hubert Schwarz siegte.

Weinbuch stand während des Wettbewerbs in ständigem telefonischem Kontakt mit dem via TV im Krankenhaus in Oulu `verkabelten" Baacke, dem nach einem Trainingssturz die linke Niere und Milz entfernt werden mussten: "Ich wäre lieber Letzter geworden, wenn diese Sache nicht passiert wäre. Es stimmt in der Mannschaft, sie hat auch für ihn gekämpft." Baacke hatte seinen Kollegen den kleinen Stoffteddy als Glücksbringer mitgegeben.

"Es waren schwere Tage", sagte Ackermann: "Erst, als wir wussten, dass sich Markos Zustand stabilisiert hat, konnten wir uns auf uns konzentrieren. Mit diesem Traumstart konnte allerdings niemand rechnen."

sid


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Zuletzt geändert am 24. November 2001 16:38 von tea

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