IVWPixel Zählpixel

  Ticker    Wetter    Foto des Tages    Archiv    Übersicht 

Home     Kontakt     Site Map  

Sa 01.12.2001

 Nachrichten

   vom 01.12.01

Afghanistan-Konferenz steht vor Einigung
Surftipp: Ratschläge für Zocker
Welt-Aids-Tag mahnt vor Nachlässigkeit
Größter Neo-Nazi-
Aufmarsch in Berlin

Microsoft will
in den Bundestag

Tränen und Songs für George Harrison
Panzer kollidierte mit Regionalexpress
Der Mars war einst eine Wasserwelt
Schlägerei: Kanzler- Bodyguard versetzt
Wetter: Nebel,
Regen, Wolken

Karikatur
Foto des Tages


 Sport



 Magazin



 Internet

[an error occurred while processing this directive]

Welt-Aids-Tag unter dem Motto "Aids - das geht mich an ... Dich auch?"

"Die Menschen vergessen zu schnell"

Anklicken zum Vergrößern Ein Aidskranker in Südafrika. Das Land ist von der Seuche besonders schlimm betroffen und will heute mit 2001 Trommeln sowie einem musikalischen Marathon den Gedenktag begehen.

Berlin - Zum Welt-Aids-Tag am Samstag haben Politiker und Hilfsorganisationen davor gewarnt, die Immunschwächekrankheit zu vergessen. In Deutschland warben Initiativen um mehr Aufmerksamkeit für das Thema HIV, in vielen Städten waren Benefiz- veranstaltungen und Gedenkfeiern geplant. Pflichtschmuck am Revers: die kleine rote Solidaritätsschleife.

Gerade bei Jugendlichen seien die Warnungen vor Aids oft nicht mehr präsent, sagte Hans-Peter Hintz von der Berliner Aids-Hilfe. "Die Menschen vergessen schnell." Der alljährliche weltweite Aids-Tag am 1. Dezember solle eine Mahnung an die Adresse der Politik sein, die Hilfsorganisationen weiterhin finanziell zu unterstützen.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts Berlin leben in Deutschland derzeit rund 33 000 HIV-Infizierte und etwa 5000 Aids-Erkrankte. Weltweit haben sich nach jüngsten Schätzungen 39 bis 40 Millionen Menschen mit HIV infiziert. Nach Angaben des Aids-Hilfswerks der UN (UNAIDS) ist Afrika am schlimmsten betroffen. Auch in Osteuropa habe sich Aids zur Epidemie entwickelt.

Helfer und Prominente sammelten am Samstag vielerorts in Deutschland Spenden für die Aids-Hilfen. Am Potsdamer Platz verteilten der Präsident des Abgeordnetenhauses, Walter Momper (SPD), sowie der Berliner Abgeordnete Klaus-Uwe Benneter (SPD) an Passanten rote Schleifen gegen eine Spende.

Nicht in der Aufklärung nachlassen

Anklicken zum Vergrößern Ein Mitarbeiter einer thailändischen Kondomfabrik prüft die Erzeugnisse. Thailand gelang es Anfang der 90er Jahre mit einer massiven Aufklärungs- und Kondom-Kampagne die Infektionsrate um 80% zu senken.

Der Nationale Aidsbeirat in Berlin warnte davor, bisherige Erfolge im Kampf gegen die Immunschwäche durch einen Mangel an Information zu gefährden. Das Beratergremium des Bundesministeriums für Gesundheit forderte besonders die Medien auf, wieder verstärkt über die Krankheit zu berichten. "Aids gerät in der öffentlichen Wahrnehmung und Diskussion zunehmend in Vergessenheit", kritisierte das Gremium. Zwar werde über die katastrophale Lage in anderen Ländern berichtet, aber zu wenig über die Aids-Situation in Deutschland.

Die Zahl der Aids-Erkrankungen in Deutschland ist im dritten Jahr in Folge unverändert. Nach Angaben der Deutschen Aids-Hilfe haben sich 2001 etwa 2000 Menschen neu mit dem HI-Virus infiziert, die Zahl der Aids-Toten wird auf etwa 500 geschätzt - so viele wie jeweils in den beiden vergangenen Jahren.

Kofi Annan fordert HIV-freie Welt

UN-Generalsekretär Kofi Annan hat anlässlich des Welt-Aids-Tages einen verstärkten Kampf für eine HIV-freie Welt gefordert. In New York erklärte er, die Seuche erschüttere die Sicherheit ganzer Gesellschaften und gefährde deren Zukunft. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sagte in Berlin, sie sehe einen Hoffnungsschimmer bei der Bekämpfung der Immunschwächekrankheit. Wichtig sei, in den Initiativen und Bemühungen nicht nachzulassen.

Unterdessen plädierte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) in Bonn für eine schonungslose Aufklärung. "Der einzig wirksame Impfschutz gegen Aids ist Aufklärung ohne Tabus", sagte der Geschäftsführer des deutschen UNICEF-Komittees, Dietrich Garlichs. Viele Heranwachsende, insbesondere in Entwicklungsländern, wüssten nicht, wie sie sich schützen könnten. Laut Annan infizieren sich jede Stunde weltweit rund 600 Menschen mit dem HI-Virus. Mehr als 60 Kinder stürben stündlich an Aids. Alle Menschen müssten helfen, eine Aids-freie Welt zu schaffen.

dpa; Fotos: dpa, AP


Zum SeitenanfangZum Seitenanfang

 Suche in RZ-Online

 RZ

Web




Sonderteil zur Bundesliga
Sonderteil zur Fußball-Bundesliga



Zuletzt geändert am 1. Dezember 2001 14:59 von jo

» Artikel druckenDruckversion
» Schriftgröße einstellen
» Impressum