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Rechtsextreme gegen Wehrmachtsausstellung - Autonome randalierten

Größter Neo-Nazi-Aufmarsch in Berlin

Berlin - Beim größten Aufmarsch von Rechtsextremen in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg haben am Samstag rund 3300 NPD-Anhäger gegen die neue Wehrmachtsausstellung demonstriert. Allerdings zogen die Neonazis nicht wie geplant direkt durch das historische jüdische Viertel der Hauptstadt, wo die Ausstellung am Dienstag eröffnet worden war.

Am Rande einer Gegendemonstration mit nach Angaben der Polizei 4500 Teilnehmern vor der neuen Synagoge in Berlin-Mitte kam es zu Ausschreitungen. Eine randalierende Minderheit von vermummten Autonomen schleuderte Steine und Flaschen auf Polizeibeamte. Diese reagierten mit dem Einsatz von Tränengas, Wasserwerfern und Schlagstöcken.

Wowereit nennt Ausstellung "wichtig"

Mehrere tausend Menschen folgten unterdessen einem Aufruf des DGB zu einem massenhaften Besuch der Wehrmachtsausstellung in der Auguststraße an der Rückseite der Synagoge, um sie durch ihre bloße Anwesenheit vor NPD-Demonstranten zu schützen. Unter den Besuchern waren der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und führende Vertreter der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien sowie Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD). Ausstellungsdirektor Klaus Briesenbach sagte, allein am Morgen seien 1.000 Besucher gezählt worden. Die Berliner PDS unterbrach einen Landesparteitag, um die Ausstellung besuchen zu können.

Wowereit sagte zu der Wehrmachtsschau: "Die Ausstellung ist wichtig, weil sie ein Stück deutsche Geschichte aufarbeitet, was viele verdrängt haben." Der Aufmarsch der NPD zeige, dass noch nicht alle die Lehren aus der Geschichte gezogen hätten.

Paul Spiegel: "Provokation ungeheuerlichen Ausmaßes

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, nannte die NPD-Demonstration eine "Provokation ungeheuerlichen Ausmaßes". Der Aufmarsch von Rechtsextremisten vor Denkmälern, Gedenkstätten ehemaliger Konzentrationslager oder in Zentren jüdischen Lebens sei "auch ein Angriff auf die Demokratie und ihre bürgerlichen Freiheitsrechte". Zuvor hatten zahlreiche jüdische Organisationen protestiert, dass der von der NPD als größter Aufmarsch von Rechtsextremisten nach dem Krieg in Deutschland geplante Umzug noch dazu am Sabbat von den deutschen Behörden nicht verhindert worden sei.

Innensentator verteigt Taktik

Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sagte, die NPD-Demonstration sei von Anfang an als Provokation angelegt gewesen. Daher habe die Innenverwaltung die angemeldete Route, die an der Ausstellung vorbei und damit mitten durch das alte jüdische Viertel führen sollte, nicht zulassen können. Die NPD sei seit dem 6. November darüber informiert gewesen, dass die genehmigte Route nicht durch das Viertel führen werde. Hoffen auf Verbot der NPD weiterblättern
 


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Zuletzt geändert am 2. Dezember 2001 13:25 von jo

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