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"Mittelweg zwischen islamischem Fundamentalismus und Monarchismus"

Unterhändler beraten über Regierungschef

Königswinter - Die Suche nach einem Regierungschef für die Zeit des Übergangs hat am Montag die Verhandlungen der Afghanistan-Konferenz bei Bonn bestimmt. Außerdem wurde die Arbeit am Entwurf für ein Schlussabkommen fortgesetzt. Ein Berater der in Kabul herrschenden Nordallianz sagte, es gebe keine grundlegenden Einwände gegen den Entwurf der Vereinten Nationen.

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Leiten die schwierigen Verhandlungen auf dem Petersberg: die UN- Beauftragten Frances Vendrell (l) und Lakhdar Brahimi.

"Was wir bis jetzt erreicht haben, ist ein goldener Mittelweg zwischen islamischem Fundamentalismus und Monarchismus", sagte Asam Dadfar, Berater der Nordallianz. "Wir brauchen eine demokratische Regierung." In den Verhandlungen über die Zusammensetzung der Interimsregierung gehe es zunächst vor allem um die Frage des Vorsitzes. Über die genaue Ressortverteilung werde später gesprochen. "Von den vorgeschlagenen Kandidaten geben wir Karsai den Vorzug", sagte Dadfar. Sajed Hamid Karsai ist ein paschtunischer Stammesältester aus der Umgebung von Kandahar, der als gemäßigt-islamischer Politiker gilt. In einer Botschaft an die Konferenz rief Karsai zu "Brüderlichkeit und gegenseitigem Respekt" aller Afghanen auf.

Kabul mit Kandidaten einverstanden

In Kabul erklärte sich die Führung der Nordallianz mit vier verschiedenen Kandidaten für den Vorsitz in der Interimsregierung einverstanden. Als stellvertretender Ministerpräsident der Nordallianz nannte Abdur Rasul Sajjaf neben Karsai zwei Anhänger des Exkönigs Mohammed Sahir Schah: den Delegationsleiter bei der Afghanistan-Konferenz, Abdul Sattar Sirat, sowie Sajed Ahmed Gailini. Außerdem könne man auch den früheren Übergangspräsidenten Sibgatullah Modschadiddi für das Amt akzeptieren.

Zu den Beratungen über das Rahmenabkommen für die politische Neuordnung Afghanistans sagte UN-Sprecher Ahmad Fausi am Montag: "Die Übersetzungsarbeit hat sich als äußerst kompliziert und zeitaufwendig erwiesen." UN-Konferenzleiter Lakhdar Brahimi führte am Montag erneut Gespräche mit den Leitern der vier Delegationen. Fausi dementierte Gerüchte, wonach sich die Delegationen auf Quoten für die Besetzung der Regierung geeinigt haben sollen.

Große Ratsversammlung soll Interimsregierung bestätigen

Die 29-köpfige Interimsregierung soll so schnell wie möglich die Macht von der jetzt in Kabul herrschenden Nordallianz (Vereinigte Front) übernehmen. Der sieben Seiten umfassende Entwurf für das Abkommen zur politischen Neuordnung Afghanistans sieht außerdem eine unabhängige Kommission mit 21 Mitgliedern zur Einberufung einer "Loja Dschirga", vor, also einer großen Ratsversammlung mit Vertretern aus allen Landesteilen. Deren Aufgabe ist zunächst die Bestätigung der Interimsregierung für weitere 18 Monate, wobei auch personelle Änderungen möglich sind. Schließlich soll eine zweite Loja Dschirga weitere Reformen anstoßen, die zu Wahlen und einer Verfassung mit Menschenrechtsgarantien führen sollen.

Die Teilnehmer der UN-Konferenz verhandeln seit Dienstag über eine neue Ordnung nach dem Sturz des Taliban-Regimes im Gefolge amerikanischer Luftangriffe. Zu einer Abschlusszeremonie wird möglicherweise auch Bundeskanzler Gerhard Schröder auf den Petersberg kommen. Dies hänge aber vom Verlauf der Konferenz ab, sagte am Montag der stellvertretende Regierungssprecher Bela Anda.

AP - Foto: AP


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Zuletzt geändert am 3. Dezember 2001 17:41 von aj

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