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Mo 03.12.2001

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Rumsfeld: "Schmutzige und unangenehme Aufgabe"

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Transporthubschrauber hätten weitere leichte Panzerfahrzeuge abgesetzt, berichtete der amerikanische Nachrichtensender CNN. "Die Schlacht um Kandahar nähert sich ihrem Höhepunkt", sagte ein US-Offizier. Anti-Taliban-Verbände stießen von Norden und von Südosten auf die Stadt vor.

Es sei aber noch unklar, ob US-Soldaten an einem Sturm auf Kandahar teilnehmen oder afghanische Oppositionskräfte lediglich logistisch unterstützen. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sprach von einer "sehr gefährlichen Phase" des Krieges. Es stehe eine "schmutzige und unangenehme" Aufgabe bevor.

Taliban-Chef Omar leitet Verteidigung

Talibanchef Mullah Mohammed Omar organisiere persönlich die Verteidigung der Stadt, meldete die pakistanische Nachrichtenagentur NNI. Er habe sich in einem Vorort verschanzt. "Wir werden bis zum Letzten kämpfen", sagte Kandahars Gouverneur Mullah Hasan Rehmani. Paschtunische Oppositions-Einheiten berichteten, Taliban-Einheiten leisteten ihnen heftigen Widerstand. US-Militärexperten erwarteten einen Sturm auf die Stadt in zwei, drei Tagen. Unklar ist, wie viele Taliban- und El-Kaida-Kämpfer in der eingekesselten Stadt aushalten.

Talibansprecher wiesen Berichte zurück, Oppositions-Einheiten hätten bereits Teile des Flughafens von Kandahar unter ihre Kontrolle genommen. Sie seien vielmehr noch 40 Kilometer vor der Stadt, berichtete die private afghanische Nachrichtenagentur AIP. Bei den Bombardierungen am Montag seien erneut zwei Zivilisten getötet worden. Nach Angaben der UN sind mehrere tausend Menschen auf der Flucht in Richtung pakistanischer Grenze. Sie brauchten dringend Hilfe.

Höhlen und Tunnel bombardiert

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Ein kleiner Junge sitzt in einem Schubkarren in einem Flüchtlingslager in Pakistan: Auch aus der eingekesselten Stadt Kandahar flohen tausende Menschen vor den Kämpfen.

Amerikanische Elitesoldaten sind nach Angaben von AIP auch in der Nähe von Dschalalabad gelandet. Hubschrauber hätten etwa 25 Soldaten in der Region um die ostafghanischen Stadt abgesetzt, wo sich möglicherweise Terrorchef Osama bin Laden versteckt. US-Flugzeuge bombardierten erneut Höhlen und Tunnelanlagen in der Gegend. Das US- Verteidigungsministerium wies Berichte zurück, dass bei den Bombardierungen in der Region seien Dutzende Zivilisten getötet worden seien. US-Kampfjets hätten nicht in der Nähe von Dörfern bombardiert.

Chaos und Angst

Der Sprecher des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge, Peter Kessler, sagte, seit der Intensivierung der Kämpfe in der vergangenen Woche seien rund 8000 Menschen nach Pakistan geflohen. Täglich verließen rund 2000 Menschen Kandahar, sagte Kessler. Die Flüchtlinge berichteten, in Kandahar und auf den Straßen nach Pakistan herrschten Chaos und Angst.

Tagelang in unterirdischen Gewölben verschanzt

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CNN berichtete über einen US- Amerikaner, John Phillip Walker Lindh, der unter den Gefangenen Taliban bei Masar-i-Scharif war.

Eine Woche nach dem Aufstand in der Festung Kalai Dschanghi bei Masar-i-Scharif ergaben sich dort am Sonntag mehr als 80 Taliban-Kämpfer. Diese hatten sich tagelang in den unterirdischen Gewölben verschanzt. Die Nordallianz hatte daraufhin die Kellergewölbe geflutet und die Kämpfer damit zur Aufgabe gezwungen.

Unter den Gefangenen soll ein Amerikaner sein. Er sei in Gewahrsam von US-Truppen, sagte ein Pentagon-Sprecher. Laut Medienberichten handelt es sich um einen zum Islam übergetretenen 20-jährigen Kalifornier. Bei der blutigen Niederschlagung der Revolte durch die Nordallianz und US-Truppen waren hunderte Gefangene getötet worden.

Amnesty International fordert Untersuchung

UN-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson forderte wie auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International eine Untersuchung der Niederschlagung des Aufstands. Reporter der Nachrichtenagentur AP sahen bei der Besichtigung der Festung, dass einigen der getöteten Taliban die Hände auf den Rücken gefesselt waren.

dpa, AP - Fotos: dpa, AP

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Zuletzt geändert am 3. Dezember 2001 12:06 von aj

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