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Bin Laden fürchtet Angriff auf Höhlenverstecke

Taliban leisten erbitterten Widerstand

Kabul/Washington - Terroristenchef Osama bin Laden hat an die afghanischen Anti-Taliban-Einheiten appelliert, die Höhlen und Tunnelanlagen bei der Bergfestung Tora Bora nicht anzugreifen. Er habe die Bitte in einer Botschaft an afghanische Stammesführer damit begründet, dass er nicht gegen moslemische Brüder kämpfen wolle, berichtete der US-Fernsehsender CNN.

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US-Marines bei einer Einsatzbesprechung in Südafghanistan.

Trotz andauernder Bombenangriffe amerikanischer Kampfflugzeuge haben die Taliban und ihre Verbündeten der afghanischen Opposition in Kandahar erbitterten Widerstand geleistet. Besonders umkämpft war am Dienstag der einige Kilometer entfernte Flughafen der Stadt, der zur Hälfte von paschtunischen Kämpfern eingenommen wurden, wie Stammesführer Mohammed Dschalal Chan erklärte.

Einheiten Karsais rücken vor

Kämpfer des Stammesältesten Hamid Karsai rückten von Norden auf die letzte Bastion der Taliban vor. Einige von Karsais Truppen erklärten, sie seien bei ihrem Vormarsch nicht auf Gegenwehr der Taliban gestoßen. Die den Taliban nahe stehende Nachrichtenagentur AIP berichtete dagegen von heftigen Gefechten zwischen Taliban-Kämpfern und paschtunischen Stämmen in dem Bezirk Schahwali Kot, rund 30 Kilometer nördlich von Kandahar.

Die Taliban erklärten, sie hätten einen Angriff von Karsais Truppen abgewehrt und Dutzende Kämpfer verwundet oder getötet. Außerdem hätten sie sechs Fahrzeuge beschlagnahmt und zwei Oppositionelle festgenommen. Karsai gilt als Kandidat für das Amt des provisorischen Regierungschefs in einer Interimsregierung für Afghanistan.

Spezialeinheiten jagen Bin Laden

Amerikanische Spezialeinheiten setzten in der ostafghanischen Bergregion ihre Suche nach dem mutmaßlichen Terroristenführer Osama bin Laden fort. Das Pentagon erklärte, der Gesuchte halte sich möglicherweise in der Region Tora Bora südlich von Dschalalabad auf. In Washington sagte Konteradmiral John Stufflebeem, die US-Truppen wählten Ziele für Bombenangriffe aus und durchsuchten nicht jede Höhle in dem Gebiet.

Berichte über zivile Opfer zurückgewiesen

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Ein afghanischer Flüchtling in Pakistan zieht ein kleines Mädchen in einer leeren Kiste, die Pflanzenöl aus den USA enthielt. Immer mehr Zivilisten versuchen, dem Krieg um Kandahar zu entkommen.

Stufflebeem wies Berichte zurück, wonach amerikanische Bomben versehentlich afghanische Dörfer getroffen und Zivilisten getötet hätten. "Mir liegen nur Berichte vor, wonach alle unsere Waffen ihre Ziele getroffen haben", sagte er. Reporter in Afghanistan besuchten die zerstörte Dorf Kama Ado und Agom sahen dort Bombenkrater und Überreste von US-Bomben.

Stufflebeem: Vier Widerstandsnester

Stufflebeem erklärte, im Norden Afghanistans gebe es noch mindestens vier Widerstandsnester, zwei östlich von Masar-i-Scharif und zwei westlich der Stadt. In einem, in der Provinz Balch, hätten sich rund 2.000 Kämpfer von Taliban und El Kaida verschanzt und verhandelten über ihre Kapitulation.

Unter den mehr als 80 Taliban-Kämpfer, die sich am Sonntag nach mehr als einer Woche in der Festung Kalai Dschanghi bei Masar-i-Scharif ergeben haben, sollen auch drei Amerikaner sein. Sie sind in Gewahrsam von US-Truppen oder der Nordallianz, wie aus dem US-Verteidigungsministerium verlautete. Einer der Männer wurde nach einem Bericht des Fernsehsenders CNN als der zum Islam konvertierte 20-jährige John Walker aus Fairfax in Kalifornien identifiziert. Über die Identität der beiden anderen mutmaßlichen US-Bürger wurde zunächst nichts bekannt.

Amnesty International fordert Untersuchung

Stufflebeem wollte sich dazu nicht näher äußern. Der Status Walkers werde noch geklärt, sagte er. Die Kämpfer hatten sich rund eine Woche in den unterirdischen Gewölben der Festung verschanzt. Die Nordallianz hatte die Kellergewölbe geflutet und die Kämpfer damit zur Aufgabe gezwungen. Bei der blutigen Niederschlagung der Revolte durch die Nordallianz und US-Truppen waren hunderte Gefangene getötet worden. UN-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson forderte wie auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International eine Untersuchung der Niederschlagung.

AP, dpa - Fotos: AP

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Zuletzt geändert am 4. Dezember 2001 12:58 von aj

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