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Abschlusszeremonie für Mittwoch geplant

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Aussichtsreicher Kandidat als Regierungschef: der paschtunische Stammesälteste Sajed Hamid Karsai.

Nach dem Sturz des Taliban-Regimes soll Afghanistan in einer zweijährigen Übergangsperiode durch provisorische Regierungsinstitutionen stabilisiert werden. Die Übergangsregierung soll Afghanistan international - auch bei den Vereinten Nationen - repräsentieren. Einigung wurde bei der Konferenz unter anderem über die Stationierung einer internationalen Friedenstruppe unter UN- Mandat erzielt. Umfang und Zusammensetzung der Truppe seien noch unklar, hieß es. Die Abschlusszeremonie, an der Bundesaußenminister Joschka Fischer teilnehmen soll, ist für diesen Mittwoch geplant.

Frau als Stellvertreterin

Nach einem einwöchigen Verhandlungsmarathon hatten die Delegierten in der Nacht zum Dienstag das Rahmenabkommen für die politische Neuordnung Afghanistans grundsätzlich unter Dach und Fach gebracht. Es sollte zusammen mit der Regierungsliste verabschiedet werden. Am Dienstag mussten die Delegierten aus mehr als 150 Vorschlägen die 29 Kabinettsmitglieder endgültig auswählen. Unter den fünf Stellvertretern des Regierungschefs soll eine Frau sein.

Fischer telefonierte mit Rabbani

Fischer hatte am Montagabend mit dem amtierenden afghanischen Präsidenten Burhanuddin Rabbani in Kabul telefoniert und so eine Blockade der Konferenz abgewendet. Bis dahin hatte sich Rabbani einer Kabinettsliste schon auf dem Petersberg widersetzt. Erst nach einem weiteren Gespräch mit dem UN-Sonderbeauftragten Lakhdar Brahimi lenkte Rabbani ein. Im Gespräch ist nun eine Regierungsübernahme ein bis zwei Wochen nach Unterzeichnung des Abkommens in Bonn.

Noch vier Namen im Gespräch

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Noch kein endgültiger Frieden: Während sich die Afghanistan- Konferenz über den Frieden einigt, herrscht im Süden des Landes um die letzte Taliban- Hochburg Kandahar noch Krieg.

Für den umstrittenen Posten des neuen Regierungschefs in Kabul waren zuletzt noch vier Namen im Gespräch. Neben Paschtunen-Führer Kasai war dies vor allem der Verhandlungsführer der Rom-Gruppe um den Exil-König Sahir Schah, Abdul Sattar Sirat. Als weitere Kandidaten wurden der über 70-jährige geistige Paschtunen-Führer Ahmed Gailani sowie Sebghatollah Modschadeddi (76), der erste Präsident der Mudschahedin-Regierung nach dem Abzug der sowjetischen Truppen 1989, genannt.

Not- und Aufbauhilfe

An diesem Mittwoch und Donnerstag wollen Vertreter der 15 wichtigsten Geberländer in Berlin über humanitäre Hilfe für das krisengeschüttelte Land diskutieren. Unter deutschem Vorsitz geht es bei der Jahreskonferenz der Afghanistan Support Group (ASG, Unterstützergruppe für Afghanistan) vor allem um die Not- und Aufbauhilfe. Der ASG gehören neben Deutschland unter anderem Großbritannien, Frankreich, Kanada, Australien an. Erwartet werden auch Vertreter der Europäischen Kommission und der Vereinten Nationen. Die Gruppe hat nach eigenen Angaben schon rund 1,5 Milliarden Mark (0,8 Mrd Euro) als Soforthilfe zugesagt.

Das UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR) klagte, Schnee und Unsicherheit behinderten die Hilfen in Afghanistan. Aus Kandahar seien zehntausende Menschen geflohen. Viele Frauen und Kinder campierten bereits jetzt bei Temperaturen um null Grad im Freien. Allein in einem Hilfscamp in Richtung pakistanischer Grenze seien 60 000 Flüchtlinge. In den nächsten drei Wintermonaten seien mindestens 7,5 Millionen Afghanen auf ausländische Hilfe angewiesen.

dpa, AP - Fotos: AP

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Zuletzt geändert am 4. Dezember 2001 09:28 von aj

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