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"BadTrans" und "Goner":

Viren ruinieren Microsofts Sicherheitsimage

Hamburg - Die technischen Kundenberater von Microsoft haben in diesen Wochen alle Hände voll zu tun. Eine Welle von Sabotage- Programmen bedroht die Computer der Microsoft-Kunden, die sich auf das Windows-Betriebssystem sowie das Kommunikationssystem Outlook/Exchange verlassen. Am Mittwoch wütete der Computerwurm "Goner" im Netz, der sich via E-Mail verbreitet und sich als Bildschirmschoner tarnt.

"Er ist überall", sagte Dirk Kollberg, Experte aus dem McAfee-Anti-Virus- Notfallteam des Softwareherstellers Network Associates in Hamburg. Am Mittwoch stellte sich auch heraus, dass "Goner" nicht nur die Netzwerke durch unerwünschte Massenmails blockiert, sondern auch versucht, die Windows-Rechner an mehreren Stellen zu manipulieren. Zum einen sucht der Wurm nach laufenden Antiviren-Programmen und versucht sie zu deaktivieren. Zum anderen bereitet "Goner" den PC darauf vor, für eine Datenattacke auf andere Computer missbraucht zu werden. Bei den so genannten DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) werden von vielen verschiedenen Computern aus Datenpakete auf ein Ziel abgefeuert, so dass der Zielrechner in die Knie geht.

McAfee verglich den Computerwurm "Goner" mit dem berüchtigten "I love you"-Virus, der im vergangenen Jahr Millionen von Computern befiel und rund um den Globus Milliardenschäden verursachte. Ende November hatte bereits der Computerwurm "BadTrans.B" weltweit Internetrechner infiziert.

Outlook als Einfallstor

"Goner", "I love you", "BadTrans" und viele andere Sabotageprogramme haben eines gemeinsam: Sie befallen Windows-Rechner und verbreiten sich bevorzugt durch das E-Mail-Programm Microsoft Outlook - während Rechner mit einem Macintosh-Betriebssystem von Apple oder Computer, die unter Linux oder einem anderen Unix-System laufen, von ihnen nicht infiziert werden können. Diese Tatsache trifft inzwischen Microsoft auch geschäftlich. So überlegt der Deutsche Bundestag, ob er wegen der Sicherheitsrisiken durch Computerviren nicht 5000 Windows-Rechner durch Linux-Computer ersetzen soll.

"Windows macht es den Virenautoren besonders leicht", sagte Experte Kollberg. Es gebe jedoch auch für andere Betriebssysteme Sabotageprogramme, die jedoch nicht so häufig aufträten wie Windows- Programme. Das größte Problem sei jedoch der leichtgläubige Anwender, der bedenkenlos auf Dateien klicke, die per E-Mail verschickt werden, selbst wenn der Text der E-Mail auf Englisch verfasst sei. "Wenn Sie eine Datei erhalten, die Sie nicht erwarten, fragen Sie auf jeden Fall beim Absender nach, ob er Ihnen tatsächlich eine Datei schicken wollte", rät Kollberg den Microsoft-Kunden.

Gefährliche Monokultur

Christoph Fischer vom Virentestcentrum in Karlsruhe glaubt, dass vor allem der hohe Marktanteil der Microsoft-Programme die Viren- Programmierer anzieht. "Wir haben fast eine Monokultur. Da ist es ganz leicht, einen Flächenbrand zu entzünden."

Fischer macht beim Softwaregiganten noch immer ein mangelndes Sicherheitsbewusstsein aus: "Nach den Anschlägen des 11. September betont Microsoft zwar im Marketing das Thema Sicherheit - getan haben die aber noch nicht viel." Fischer bemängelte konkret, dass Microsoft-Kunden ohne technische Detailkenntnisse ihr E-Mail-System kaum gegen Attacken nach dem Muster von "Goner" oder "BadTrans.B" schützen können. "Warum bietet Microsoft nicht gleich bei der Installation des Systems eine sichere Variante, die das System zumindest gegen die gängigsten Attacken schützt? Ein normaler User schafft es nicht, sein System dicht zu machen."

dpa

Detailinformationen zu "Goner":

  • McAfee

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    Zuletzt geändert am 5. Dezember 2001 15:34 von jo

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