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Hilfsorganisation sorgte für den Transport aus dem Krisengebiet:

Sieben afghanische Kinder in deutschen Kliniken

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Ein kleines afghanisches Mädchen wird auf dem Frankfurter Flughafen zu einem gebracht Krankenwagen zu laden. Sie und sechs weitere verwundete Kinder sind zur Behandlung eingeflogen worden.

Frankfurt/Main - Sieben verletzte afghanische Kinder sind am Donnerstag in Frankfurt eingetroffen und in deutsche Krankenhäuser gebracht worden. Die vier Jungen und drei Mädchen im Alter zwischen fünf und elf Jahren sollen in Kliniken in Frankfurt, Düsseldorf, Soest und Münster behandelt werden.

Zwei der Kinder wurden im Krieg in Afghanistan schwer verletzt. Die anderen litten an Krankheiten, die zur Zeit in Afghanistan nicht behandelt werden könnten, sagte die Sprecherin des Hammer FOrums (HFO), Claudia Kasten. Die Hilfsorganisation hat den Transport der Kinder aus Afghanistan organisiert.

Nach Explosion verschüttet

Die Kinder wurden in Kabul von dem dort tätigen Arzt des Hammer FOrums, Willy Kemmer, ausgewählt. Nach Darstellung des Hammer FOrums musste dem 10 Jahre alten Mohammed Salim beispielsweise in Kabul bereits ein Bein amputiert werden. Nach einer Bombenexplosion war er verschüttet worden.

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Mohammed Salim (10) wurde bereits in Kabul ein Bein amputiert. Eine Infektion im anderen Bein hätte tödlich enden können.

"Im anderen Bein hat er eine Infektion, die tödlich enden könnte, wenn er nicht nach Deutschland gebracht worden wäre", sagte Kinderchirurg Detlef Brock, der die Kinder an der afghanischen Grenze in Empfang nahm und nach Deutschland begleitete. Auch der 11 Jahre alte Alan Gula leidet seit einem Raketenangriff an einem offen Bruch im Unterschenkel. Drei der Kinder haben Herzfehler, eventuell sollen sie in der Uniklinik Münster operiert werden.

Erholung in Gastfamilien

Die Kinder sollten je nach Behandlungsfortschritt mehrere Monate in Deutschland bleiben, sagte Brock. Einige würden zur Erholung in Gastfamilien untergebracht, bevor sie nach Afghanistan zurückkehren. Keines der sieben Kinder sei Waise. Brock und sein Kollege Belal El- Mogaddedi bezeichneten die Stimmung der Kinder während der Reise als "hin- und hergerissen zwischen freudiger Erwartung und Anspannung wegen der Trennung von der Familie". Einige Kinder weinten bei der Ankunft auf dem Frankfurter Flughafen, die anderen ließen das Blitzlichtgewitter der Kameras eher apathisch über sich ergehen.

Krankenhäuser übernehmen Behandlung

Rund 15 000 Mark kostete nach Darstellung der Sprecherin des Hammer FOrmus, Claudia Kasten, der Transport der vier verletzten Kinder nach Deutschland. Das Forum finanziere sich komplett aus Spenden. Die Kosten für die Behandlung übernähmen die Krankenhäuser. Transport und Versorgung der herzkranken Kinder trage das Kinderherzzentrum Sankt Augustin. Das Hammer FOrum setzt sich seit 1991 für kranke und verletzte Kinder in den Krisen- und Kriegsgebieten der Welt ein.

dpa - Fotos: dpa


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Zuletzt geändert am 6. Dezember 2001 17:26 von aj

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