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Demonstrant erschossen - Palästinenser bitten Bush um Zeit

Arafat stößt auf Widerstand bei Extremisten

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Arafat mit dem geistigen Führer der Hamas- Bewegung, Scheich Ahmed Jassin. (Archivbild)

Gaza - Beim Vorgehen gegen militante Palästinenser stößt Präsident Jassir Arafat in der eigenen Bevölkerung auf massiven Widerstand. Auf einer Kundgebung von mehr als 1500 Demonstranten gegen den Hausarrest des Hamas-Gründers Scheich Ahmed Jassin kam es am Donnerstag in Gaza zu schweren Ausschreitungen.

Dabei erschossen Sicherheitskräfte einen 21-jährigen Demonstranten. Arafat bat US-Präsident George W. Bush in einem Brief um mehr Zeit, um gegen den Terrorismus vorzugehen. Israel sprach von der letzten Chance der Palästinenser.

Stundenlange Konfrontation

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Militante Hamas- Anhänger bewerfen palästinensische Polizisten mit Steinen

Die Anhänger der militanten Hamas-Bewegung bewarfen während der stundenlangen Konfrontation die palästinensischen Sicherheitskräfte mit Steinen, feuerten mit Maschinenpistolen in die Luft und setzten einen Polizeijeep in Brand. Bei einem Gefecht wurde ein Demonstrant erschossen, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. Jassin selbst erschien kurz am Eingang seines Hauses, um Gerüchte zu widerlegen, er sei von israelischen Kommandos entführt worden.

Der geistliche Hamas-Führer war am Mittwochabend unter Hausarrest gestellt worden. Mit Ausnahme von Angehörigen darf er nach Angaben der palästinensischen Polizei keine Besucher empfangen, sein Telefonanschluss wurde gesperrt.

Fatah organisierte Gegendemonstration

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Arafats Fatah- Bewegung organisierte eine Gegendemonstration zur Untersützung der palästinensichen Führung

Arafats Fatah-Bewegung organisierte eine Gegendemonstration zur Hamas-Kundgebung. Vor mehreren tausend Teilnehmern forderte Arafats Berater Tajeb Abdel Rahim die Bevölkerung zu Solidarität mit der palästinensischen Führung auf. Der Hamas-Führer Abdel Asis Rantissi, der vor Beginn der Verhaftungswelle untertauchte, forderte die gesuchten Mitglieder auf der Internetseite der Miliz auf, sich nicht der Polizei zu stellen.

Die Hamas hat sich zu zahlreichen Anschlägen in Israel bekannt. Seit Sonntag haben die palästinensischen Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben 180 Extremisten festgenommen. Israel kritisiert jedoch, dabei handele es sich nicht um die Anführer, und übersandte eine Liste mit den Namen von 36 Personen, die innerhalb weniger Stunden festgenommen werden sollten. Dies sei die letzte Chance für die Palästinenser, betonte Raanan Gissin, ein Berater von Ministerpräsident Ariel Scharon.

Bush: Arafat muss Führungskraft beweisen

Angesichts des Ultimatums bat Arafat die US-Regierung um mehr Zeit für Beweise, dass er Gewalt gegen Israel nicht dulden werde. Der Appell wurde vom norwegischen Ministerpräsidenten Kjell Magne Bondevik weitergeleitet. Bush erklärte vor dem Treffen mit Bondevik: `Arafat muss jetzt Führungskraft beweisen und diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die Mord als Waffe benutzen."

In Beit Dschalla im Westjordanland beschossen militante Palästinenser die jüdische Siedlung Gilo. Im Norden des Gazastreifens beschossen Palästinenser ebenfalls jüdische Siedlungen. Daraufhin erwiderten israelische Soldaten nach Militärangaben das Feuer und töteten einen Angreifer.

Ägyptischer Außenminister trifft Scharon

Unterdessen nahm der US-Vermittler Anthony Zinni seine wegen der Anschläge unterbrochenen Gespräche wieder auf. Am Mittwochabend traf er mit Scharon zusammen, am (heutigen) Donnerstag waren Unterredungen mit Außenminister Schimon Peres und Arafat geplant. Als erster ägyptischer Außenminister seit 1998 reiste Ahmed Maher nach Israel und traf ebenfalls Scharon. Geplant waren auch Gespräche mit Außenminister Schimon Peres und Arafat. Maher äußerte Beunruhigung über Israels wachsende Kritik an Arafat und den Vorwurf, dieser sei für alle Terroranschläge persönlich verantwortlich.

AP - Fotos: Archiv, AP

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Zuletzt geändert am 6. Dezember 2001 15:42 von aj

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