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Millionenschwerem Sparpaket - Verzicht auf Tariferhöhungen:

Keine Kündigungen bei Lufthansa

Frankfurt/Main - Bei der Deutschen Lufthansa sind trotz der Branchenkrise betriebsbedingte Kündigungen bis Ende kommenden Jahres vom Tisch. Nach wochenlangem Tauziehen einigten sich die Tarifparteien am Donnerstag in Frankfurt am Main auf ein millionenschweres Sparpaket, das die Fluggesellschaft wieder auf Kurs bringen soll.

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Die Beschäftigten verzichten dabei auf bereits fest vereinbarte Tariferhöhungen und Prämienzahlungen; das Unternehmen soll dadurch 210 Millionen Euro (410 Millionen Mark) mehr in der Kasse haben. Die Gewerkschaft ver.di wertete das Ergebnis als "Pakt der Vernunft".

Mit dem Sparpaket sollen bei der Lufthansa betriebsbedingte Kündigungen und Kündigungen in der Probezeit bis Ende 2002 ausgeschlossen sein. Weitere Einsparungen sind demnach nicht ausgeschlossen, wenn sich die Lage nicht bessert. Das Programm sei ein "wichtiger, aber auch unverzichtbarer Beitrag unserer Mitarbeiter, um die negativen wirtschaftlichen Auwirkungen der gegenwärtigen Krise auf Lufthansa einzudämmen", betonte Personalchef Stefan Lauer.

Erst ab September mehr Geld für Cockpit-Personal

Die in einem umstrittenen Schlichterspruch festgelegte Tariferhöhung für das Cokpit-Personal wird im Rahmen des Sparpaketes vom 1. Februar auf 1. September 2002 verschoben. Die Tarifverträge für die übrigen Beschäftigten werden bis Ende Oktober 2002 verlängert. In der vergangenen Woche hatte die Lufthansa wegen der stark zurückgegangenen Nachfrage bereits für 12.000 Mitarbeiter im Kabinendienst Kurzarbeit beantragt. Damit sollten Kündigungen vermieden werden; ausdrücklich ausgeschlossen waren sie aber zunächst nicht. Die Kurzarbeit soll rückwirkend vom 1. November gelten und wurde für sechs Monate bis Ende April 2002 beantragt.

Im kommenden Jahr 1700 Stellen weniger

Insgesamt gibt es bei der Airline im kommenden Jahr de facto rund 1700 Stellen weniger als bisher geplant: So viele Mitarbeiter gingen demnach bereits im Rahmen der üblichen Fluktuation, wählten Teilzeitarbeit oder unbezahlten Sonderurlaub. Besonders stark betroffen ist die auch für zahlreiche andere Airlines tätige Lufthansa-Cateringsparte LSG/Sky Chefs, bei der 700 Stellen wegfallen. Für das Unternehmen, das nach eigenen Angaben weltgrößter Hersteller von Bordmahlzeiten ist, brach vor allem der wichtige US-Markt nach den Anschlägen vom 11. September in New York und Washington zusammen.

Die Lufthansa verliert in Folge der Anschläge in den USA derzeit rund hundert Millionen Mark pro Woche. Täglich fehlen dem Unternehmen 30.000 Fluggäste. Deshalb wurden mit Beginn des Winterflugplanes Ende Oktober unter anderem mehrere Flugzeuge stillgelegt.

AFP - Archivfoto: dpa


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Zuletzt geändert am 6. Dezember 2001 17:58 von aj

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